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Helfahrt - Drifa

Helfahrt - Drifa
Stil: Black Metal
VÖ: 30. April 2010
Zeit: 52:21
Label: Trollzorn
Homepage: www.helfahrt.com
MySpace: www.myspace.com/helfahrt

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Mit Drifa gehen die Münchner Helfahrt den nächsten und konsequenten Schritt in ihrer Entwicklung hin zu einer astreinen Black-Metal-Band. Zumindest musikalisch haben die neun aktuellen Stücke kaum noch etwas mit dem zu tun, was man so unter Pagan versteht. Stattdessen üben die ollen Norweger einen unbestreitbaren Einfluss auf das bayerische Quintett aus. Und auch Ähnlichkeiten zu ihren deutschen Namensvettern Helrunar sind nicht von der Hand zu weisen, was wohl daran liegt, dass beide Kapellen ähnliche lyrische Konzepte entwickeln, diese in deutscher Sprache abfassen und eben eine gute Prise Skandinavien getankt haben.

Auf ihrem nunmehr dritten Album schaffen Helfahrt im Spagat zwischen ruhigen Akustikparts, infernaler Raserei, rockigen Passagen und großen Melodien eine eindringliche und oft bedrohliche Atmosphäre zu entwickeln. Als bestes Beispiel sei hier der zweite Song "Drudnhax" genannt, der das alles in sich vereint. Das Tasteninstrument bekommt man dabei verhältnismäßig selten zu hören. Wenn es aber soweit ist, verfehlt es seine Wirkung nicht, wie im paradoxen Titel "Wenn Kälte Wärmt" oder im hymnischen Stück "Der Zeit Entstellt", einem Highlight auf Drifa. Schamanisch anmutende Klänge werden schließlich im kurzen Interludium "Abschied" angeschlagen, in dem auch eine Maultrommel zum Einsatz kommt. Ein Gefühl von Wärme entwickelt das Album in seinen letzten Noten, klingt mit "Staub" sachte aus und dürfte beim geneigten Hörer einen tiefen Eindruck hinterlassen haben.

Kurzum: Helfahrt haben 2010 mit banalen Mitteln ein authentisches und tiefsinniges Werk geschaffen, dessen Klang sich einerseits seine standesgemäße Primitivität bewahren konnte, der aber längst nicht mehr so verwaschen klingt, wie auf dem letzten Album Wiedergang. Freunde von deutschem Schwarzmetall dürften an Drifa nicht vorbei kommen. Und wer die Gelegenheit bekommt, sollte sich die Truppe unbedingt auch einmal live ansehen. Es lohnt sich.

Dagger

5 von 6 Punkten

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