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Catamenia - Cavalcade

Catamenia - Cavalcade
Stil: Melodic Dark Metal
VÖ: 26. Februar 2010
Zeit: 46:02
Label: Massacre Records
Homepage: www.catamenia.net
MySpace: www.myspace.com/catameniaband

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Wenn es eine Konstante in der finnischen Metal-Szene gibt, so heißt sie wohl Catamenia. Seit 1998 bescheren uns die Finsterlinge in schöner Regelmäßigkeit einen Longplayer nach dem anderen. Und wie jedes Catamenia-Album beginnt auch das neunte mit einem knackigen, flott gespielten Gassenhauer, dessen Melodien sich sofort in die Großhirnrinde fräsen. "Blood Trails" heißt das gute Stück, für das Ville Laihiala von Poisonblack als Special Guest verpflichtet werden konnte.

Wie schon der Vorgänger VIII - The Time Unleashed kommt nun auch Calvacade ganz ohne das Tasteninstrument aus, ohne das vor nicht allzu lange Zeit eine Catamenia-Veröffentlichung nicht denkbar gewesen wäre. Doch das ist nicht die einzige Veränderung, die langsam und schleichend im Sound der Finnen vonstatten gegangen ist. Calvacade ist mit Sicherheit das ruhigste und melodischste Album in ihrer Diskografie. Wurden klar gesungene Verse in der Vergangenheit eher punktuell eingesetzt, findet man sie Anno 2010 nicht nur in jedem einzelnen Song, sie haben dem gewohnten Vortragsstil aus szeneverpflichtetem Kreischen streckenweise sogar den Rang abgelaufen. Im Gegensatz zum aggressiven Location: COLD aus 2006 setzen die Musiker nun verstärkt auf moderates Tempo und die bandtypischen Gitarrenriffs rekrutieren sich nicht selten aus melodischem Death Metal. Passend dazu haben auch wiederholt tiefe Grunts Einzug in die Songs gefunden. Man könnte also sagen, dass die einst schwarze Grundierung der Finnen im Laufe der Zeit deutlich verblasst ist. In logischer Konsequenz wäre es auch irreführend, Calvacade aus reiner Gewohnheit heraus als Black Metal zu bezeichnen, denn zu viele der Titel sind in diesem Genre schlicht und einfach nicht mehr zu Hause. Passend zu seinem Titel hält "The Path That Lies Behind Me" das alte Banner hoch. Ihm folgen "Quantity Of Sadness" und "A Callous Mind" als schnellste Tracks des Albums. Dagegen könnte die schwermütige Ballade "The Vulture's Feast" glatt von den Landsleuten Sentenced stammen, sofern es sie noch gäbe. Die anderen Kompositionen siedeln irgendwo zwischen diesen Extremen.

Am Ende gibt es noch zwei Coverversionen als Bonus: Megadeths kultiges "Angry Again" vom Last Action Hero-Soundtrack und (allerdings nur auf dem Digi-Pack) dann mit "Farewell" noch ein Song, der tatsächlich von Sentenced geschrieben wurde. Und fertig ist auch schon ein weiterer Streich aus dem Hause Catamenia, einer gereiften Band, die sich 2010 abwechslungsreicher und melodischer denn je präsentiert.

Dagger

5 von 6 Punkten

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