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Pump - Sonic Extasy

Pump - Sonic Extasy
Stil: Melodic Hardrock
VÖ: 25. September 2009
Zeit: 54:32
Label: Fastball Music
Homepage: www.pump-rocks.net

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Die Schwaben Pump sind mittlerweile auch schon ein paar Jährchen im Musikgeschäft unterwegs und haben in der Zeit mit Against Everyone's Advice (2004) und Breakdown To Breakthrough (2006) zwei mehr als ordentliche Alben herausgebracht. Eine alte Binsenweisheit besagt, dass das dritte Album immer das schwierigste ist - remember: make it or break it - und Sonic Extasy ist nun also mit dieser Bürde ausgestattet. Mal sehen was das Quintett um den ehemaligen Brainstorm-Sänger Marcus Jürgens daraus macht.

Mit treibenden Riffs galoppiert "Ready, Aim & Fire" energiegeladen nach vorne und mündet in einem Refrain, der förmlich zum Mitsingen einlädt. Und apopros singen, von der Phrasierung klingt Hr. Jürgens verdächtig stark nach Sebastian Bach zu Slave To The Grind-Zeiten, soll heißen verdammt stark, charismatisch und überzeugend auf der ganzen Linie, sehr guter Einstieg! Mehr rhythmusorientierter - sprich grooviger - wabert "Testify" durch die Boxen. Dabei sind der pumpende Bass von Micha Vetter und das rifflastige Gitarrenspiel von Stef Bertolla und Aki Reissmann (neben Marcus Jürgens noch das einzig verbleibende Mitglied der Urbesetzung) gut aufeinander abgestimmt und lassen den Song in einem sehr prägnanten Refrain münden. Auch wenn das so auf dem Promozettel steht und eigentlich einen Zwickel in das Phrasenschwein bedeutet: "Low Life In The Fast Lane" ist so was von hitverdächtig, besser geht das schon gar nicht mehr. Hart und melodisch, hohes Mitwipp- und Mitklatschpotential und eine perfekte Hookline, die gar nicht mehr aus dem Ohr gehen will. Sehr passend dazu auch das Gewitterintro. Ein genialer Hybrid aus Shakra, Tesla und Skid Row. Das stampfende "Never" hämmert sich mit jeder Umdrehung immer tiefer in die Physiognomie hinein und ist genauso eingängig wie der unmittelbare Vorgänger. Recht flott unterwegs ist auch "Couldn't Care Less", das aber dennoch stark groovend betont und aufgrund seines Refrains für Liveauftritte prädestiniert ist. Nach einem ruhigen Beginn kommt bei "Kiss Of Voodoo" der Blues stark zum Vorschein und walzt sich mit hoher Dynamik innerhalb von knapp sieben Minuten immer weiter nach vorne. Gerade zum Schluss hin wird ziemlich an Fahrt aufgenommen. Mit den Chören im Background klingt das ganz stark nach US-amerikanischen Hard Rock mit Led Zeppelin-Anwandlungen. "Don't Get Mad, Get Even" ist kein Aerosmith-Cover, was allerdings mal eine Option wäre. Nach einem Schlagzeugintro von Andy Minnich dominieren die Gitarren im Gegensatz zu den Songs davor eher melodisch als hart, wobei das Lied alles andere als weichgespült ist. Allein schon das Solo hier ist eine Spitzenleistung! "Burning Light" darf im Midtempo rocken und sorgt mit seinen Chören für weitere Abwechslung. Der geslappte Bass ist die Grundlage für einen eher rhythmisch ausgelegten Song, der da "Ain't Got Enough" betitelt ist und eine Mischung aus 1980er und modernerem Hard Rock darstellt. Coole Nummer, die viel Spaß macht. Und dann endlich kommt sie, die Ballade, die jede Band auf so einer Scheibe stehen haben muss. Diese hier heißt "All I Could Bleed", erinnert zwar teilweise ein bisschen an den "Purple Rain", ist aber kein Plagiat. Sehr gefühlvoll vorgetragen aber dennoch nicht zu soft und erst Recht nicht vor Schmalz triefend. Hier kollidieren Emotionen und Kraft. Ganz starke Powerballade mit hammermäßigem Gesang und einer oberamtlichen Gitarrenarbeit. Im Midtempo stampft "Long Road To Nowhere" fett wie eine Mettwurst durchs Unterholz und walzt - mit den dazu passenden Growls - alles platt was im Weg steht, bevor "Cry For The Moon" mit etwas erhöhtem Tempo den krönenden Abschluss des Albums bildet. Klassische Hard Rock-Nummer, die ein ums andere Mal an Whitesnake goes Dokken erinnert.

Noch härter und mit mehr Nachdruck ballern die Songs von Sonic Extasy einem um die Ohren, wenn man die Scheibe mit dem Vorgänger Breakdown To Breakthrough vergleicht. Passend dazu auch die knackige Produktion von Rebellion-Gitarrist Uwe Lulis. Dazu gesellt sich einfach noch die Tatsache, dass die Songs durch die Bank sehr international klingen, was definitiv für das Songwriting spricht. Die Scheibe hat alles was guten Hard Rock ausmacht, Kraft, Gefühl, Rhythmus, Melodie und charismatischen Gesang. Außerdem ist das Coverartwork mal zeitlos genial! Zu bereits angeführten Bands lassen sich bedenkenlos noch Sinner und Pink Cream 69 dazu nehmen und prompt gibt es eine Kaufempfehlung für Fans und solche, die es werden wollen. Ganz starke Scheibe, und dafür gibt es von meiner Seite mehr als nur einen Daumen nach oben.

Andi

6 von 6 Punkten

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