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My Own Grave - Necrology

My Own Grave - Necrology
Stil: Death Metal
VÖ: 02. Oktober 2009
Zeit: 35:41
Label: Pulverised Records
Homepage: www.myowngrave.com
MySpace: www.myspace.com/myowngraveyard

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Ein kurzes Intro, militärisches Trommelspiel und schon malmen die Gitarren aus den Membranen wie schwere Panzerketten durch trockenes Geröll. Das Schlagzeug im Takt eines Feuerstoßes der guten alten M-60 lässt nicht lange auf sich warten. Klar - kennen wir alles. Dennoch ist es unglaublich, was die Schweden von My Own Grave mit ihrem zweiten Longplayer vom Stapel gelassen haben. Der Bandname ist zumindest alles andere als programmatisch zu verstehen. Denn mit Necrology haben diese Herren sicher nicht ihr eigenes Grab geschaufelt, sondern erheben sich aus diesem wie Phoenix aus der Asche und schaffen ohne weiteres den Schulterschluss mit der Elite des europäischen Todesbleis.

Große Melodien treffen auf schiere Brutalität - man kann sich nicht dagegen wehren: von der ersten bis zur letzten Minute bin ich der tödlichen Taktung verfallen, packe die Luftgitarre aus und werfe den Harrgummi in die Ecke. Auf Necrology entpuppt sich jeder einzelne Track als Killer, Aussetzer wird man auf diesem Album nicht finden. Schwierig gestaltet es sich daher, dem Hörer ein paar Anspieltipps mit auf den Weg zum nächsten Plattenladen an die Hand zu geben. Zieht euch den flotten Titeltrack, den Midtempo-Stampfer "Disciples Of War" oder den epischen Nackenbrecher "Carnal Revelations" rein und jeder Zweifel an meiner Schwärmerei dürfte sich in Wohlgefallen auflösen.

Was soll auch schief gehen, wenn Dan Swanö dieses Produkt veredelt hat? Der unbestrittene Großmeister in Sachen Death Meatl hat seinen Klienten einen beinharten, morbiden und druckvollen Klang verpasst, wie er treffender für diese Musik nicht hätte ausfallen können. Nicht selten werden während der elf Abrissbirnen Erinnerungen an die Stockholmer Szeneveteranen Dismember oder Grave heraufbeschworen. Aber auch Analogien zu Waffenbrüdern wie Vader oder Sinister sind nicht von der Hand zu weisen. Einflüsse amerikanischer Kapellen, wie es uns das Label weismachen will, kann ich bei Necrology höchstens in der Peripherie erkennen. Stattdessen haben wir es mit einem echten Glanzstück europäischen Death Metals zu tun. Natürlich wird das Rad auch von My Own Grave nicht neu erfunden. Solange man auf derart hohem Niveau seine Arbeit verrichtet, braucht es das aber auch gar nicht. Das Artwork von Jon Zig, der schon für Sinister oder Suffocation tätig war, rundet das Bild ab. Und wenn man am Ende doch noch nach einem Kritikpunkt schürfen möchte, so könnte man höchstens die etwas magere Spielzeit von 35 Minuten an den Haaren herbei ziehen.

Dagger

6 von 6 Punkten

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