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Review

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Arnion - Fall Like Rain

Arnion - Fall Like Rain
Stil: Thrash Metal
VÖ: 04. April 2009
Zeit: 65:50
Label: Retroactive Records
Homepage: -
MySpace: www.myspace.com/arnionbrasil

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Ja, ja, die Christen...
Allgemein als eher humorloser Haufen verschrieen, kann ich ihnen in Anbetracht solch leckerer Sachen wie Kreuzzügen, Inquisition, Hexenverbrennung und Ähnlichem einen gewissen Schalk nicht ganz absprechen. Trotzdem geht mir das dabei oftmals zu Tage tretende Missionarstum gehörig auf den Zeiger, ich brauche niemanden, der sich um mein Seelenheil sorgt, schon gar nicht ungefragt.

Leider scheint das bei einigen Bands nicht wirklich angekommen zu sein, denn was die brasilianische Thrash-Combo da textlich und im Booklet so von sich gibt, stößt mir mehr als sauer auf. Wenn ich lesen muss, dass sich z.B. der Herr Gitarrist als Soldat Gottes sieht und auch die Songtexte vor religiösen Tiraden strotzen, bleibt mir nur eines zu sagen: Geht woanders predigen!

Aber gut, Texte sind eine Sache, Musik die andere. Und die ist ganz klar eher unchristlich angehaucht, denn Pate für den Sound von Arnion dürfte ganz klar die Höllenmannschaft um Tom Araya sein. Zwar wird das Niveau von Slayer an keiner Stelle erreicht, aber zumindest ansatzweise gibt es Ähnlichkeiten zu hören. Meist bleibt die Mucke der Brasilianer relativ stumpf und verdient das Prädikat "schon mal gehört", aber zumindest letzteres ist bei Retro-Thrash wohl nicht leicht zu vermeiden. Mir ist das Ganze für Thrash-Verhältnisse zu kontrolliert und leblos, einzig bei "Whitened Graves" kann die Band mal aus der Mittelmäßigkeit ausbrechen und liefert einen blitzsauberen, düsteren Midtempo-Thrasher ab, der im Laufe der Spieldauer das Tempo recht überzeugend anzuziehen versteht und sich gewaschen hat. Das war es aber dann auch schon mit den Höhepunkten, der Rest ist 08/15-Thrash, der keinen dauerhaften Eindruck hinterlässt.

Technisch wird auch Mittelmaß geboten, zumindest, was die Instrumente betrifft. Zum Sänger hätte ich noch folgende Anmerkung: Nicht jeder, der überhaupt nicht singen kann, gehört ans Mikro einer Thrash-Band. Herr Neto hat keine schlechte Stimme, er hat überhaupt keine. So ein lebloser Sprechgesang würde auch aus guten Titeln jedwede Energie saugen, bei dieser Durchschnittskost tut der Gesang noch mal zusätzlich weh.

Als Bonus hat man noch die sieben Song umfassende Refuge-EP hintendran geklebt, was zwar den Umfang des Output steigert, nicht aber dessen Qualität. Zumindest klingt der Herr am Mikro bei diesen Tracks nicht ganz so leblos.

Nö danke, solch verbissene Predigten in mittelmäßigem Soundgewand brauche ich nicht, davon werde ich mit Sicherheit nicht bekehrt werden. Fazit: Gott ist tot!

0 KommentareHannes

1 von 6 Punkten

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