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Alkonost - Put' Neprojdennyj

Alkonost - Put' Neprojdennyj
Stil: Pagan Metal
VÖ: 02. März 2009
Zeit: 55:04
Label: Vic Records
Homepage: www.alkonost.ru

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Es ist schon irgendwie komisch: manche Bands schlittern beständig an einem vorbei, ohne dass man großartig Notiz von ihnen nehmen würde. Gut, bei manchen mag das auch gut so sein, bei anderen dagegen entgeht einem durchaus was. Die aus Russland stammenden Alkonost sind so ein Fall. Gegründet bereits 1995, hat die Band immerhin bislang sechs Alben aufgenommen und reicht nun mit dem mir vorliegenden Rundling das siebte Machwerk nach, welches den ersten Berührungspunkt von mir mit der Band darstellt.
Das Sextett hat sich dem Pagan Metal verschrieben und macht dabei fast durchgehend eine gute Figur. Dabei berufen sie sich nicht auf bereits 1.000 Mal gehörte Melodien oder schwimmen auf der Fun-Folk-Welle mit. Hier geht es etwas "ernster" zur Sache, wobei Ernst hier nicht mit langweilig gleichzusetzen ist, denn Spaß machen die Songs auf jeden Fall. Ich persönlich würde die Band als eine Art Nightwish, mit weniger Metal und mehr Folk, bezeichnen, was nicht zuletzt auch an Sängerin Alena Pelevina liegt, die mich aufgrund ihrer Art des Singens und des Stimmeinsatzes ein ums andere Mal an eben Tarja erinnert. Dass Alena ihr Handwerk versteht, wird sofort deutlich. Dadurch setzen auch die eingesetzten Growls vom männlichen Gegenstück Alexey Solovyov (Bass, Vocals) einen guten Gegenakzent, ohne in das klischeehafte Gut-gegen-Böse-Schema zu verfallen. Die Songs sind alle im angenehmen Midtempo gehalten und mit reichlich Melodien bestückt, zu denen es sich vortrefflich die Rübe oder das Tanzbein schwingen lässt.
Stellt sich nun nur noch die Frage: warum machen sie nur fast eine durchgehend gute Figur, wie oben erwähnt. Nun, wenn man jeden Song einzeln betrachtet, macht jeder Song Laune. Vor allem bei den doch nicht gerade kurzen Songs (selbst der kürzeste ist mehr als sechs Minuten lang) gelingt es ihnen, den Hörer bei der Stange zu halten. Betrachtet man jedoch die CD als Ganzes, dann stellt sich leider heraus, dass auf die Dauer des gesamten Tonträgers einfach zu wenig Abwechslung geboten wird. Kein Tempoausbruch, alles im selben Tempo gehalten, kein Aha-Effekt, der dem ein oder anderen Song einfach Wiedererkennungswert verleiht. So stellt sich nach mehrmaligem Hören recht zügig ein leichter Sättigungseffekt ein.
Abgerundet wird die Scheibe noch vom Video-Clip zum Song "Waiting", der die Band in einer animierten Landschaft zeigt, bei der jedoch recht wenig passiert. Quasi ein imaginärer Live-Gig. Speziell Alena macht hier in den Gesangspausen einen etwas verlorenen Eindruck.

Ray

4 von 6 Punkten

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