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Doro - Fear No Evil

Doro - Fear No Evil
Stil: Hard Rock
VÖ: 30. Januar 2009
Zeit: 47:50
Label: AFM Records
Homepage: www.doromusic.de
MySpace: www.myspace.com/doroband

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25 Jahre Doro! Respekt! Was waren das doch für selige Zeiten, als 1984 Doro zusammen mit Warlock ein Vinylscheibchen namens Burning The Witches in die Läden hievte und damit eine unglaubliche, nicht mehr enden wollende Karriere begann. Für Generationen von Rockern gab es kein Vorbei an Nächten, in denen bis zur Verausgabung "All We Are" gebrüllt wurde oder in denen man davon träumte, mit Doro "Für Immer" zusammen sein zu dürfen.

Also rein in die CD-Schublade mit Fear No Evil, der Scheibe, die ein ganz besonderes Geschenk an langjährige Doro- und Warlock-Fans darstellen dürfte. Schon die ersten Töne von "Night Of The Warlock" lassen den 80er-Metal-Sound so authentisch wieder aufleben, dass man - also wenigstens die Älteren unter uns - komplett aus dem Häuschen gerät. Sogar der scheppernd-sägende True-Metal-Gitarrensound, der Twisted Sister, Manowar und eben Warlock so unverwechselbar machte, ist wieder da. Auch "Running For The Devil" bedient genau dieselben Klischees. Simple, leicht bluesige, verzerrte Mid-Tempo-Riffs begleiten Doro, die anscheinend schon lange nicht mehr so viel Spaß am Singen hatte. Die folgende Stadionhymne "Celebrate" ist ja schon hinlänglich von der gleichnamigen Singleauskopplung bekannt und wird mit Sicherheit auf dem nächstbesten Festival aus 20.000 Kehlen erschallen. Ziemlich konfus kommt dagegen der für Doro-Verhältnisse recht heftige Song "Caught In A Battle" aus den Boxen geschossen. Das ungewohnte Doublebass-Drumming gibt ein Tempo vor, das die Klampfer fast nicht mithalten können - zumindest klingt es so. Zu "Herzblut" hab ich ja meinen Senf ebenfalls schon abgegeben. Im Kontext des Albums ist dieser - nicht mehr aus der Birne zu verbannende - Song aber tatsächlich wesentlich besser aufgehoben als auf der Single. In dem mit treibendem Drumming unterlegtem "On The Run" liefert Doro einen herausragenden, melodischen Refrain ab, der mich irgendwie an die Reibeisenstimme Bonnie Tyler erinnert. Eine kleine Verschnaufpause nach der ganzen Rennerei gibt es in Form von "Walking With The Angels" und drei Mal dürft ihr raten, welcher finnische, aus einem Nachtwunsch entsprungene Engel hier mit Doro durch den Wald schlendert. Bei dem folgenden "I Lay My Head" geht es wieder rockiger zur Sache, wobei ich, mal abgesehen vom netten Refrain, dies für den unspektakulärsten Song auf Fear No Evil halte. Das düster-melancholische "It Kills Me" lebt hauptsächlich von Doros Stimme und einem theatralischen Songaufbau. Wer sich noch an die Kinoschnulze Titanic erinnern kann, wird an "Long Lost For Love" seine Freude haben, erinnert doch der Refrain dieses Songs trotz Gitarren und Reibeisenstimme sehr an Celine Dions Hochwassersong "My Heart Will Go On".

Fear No Evil endet mit einer Art Soundcollage, in der sich Doro für die letzten 25 Jahre bei ihrem Publikum bedankt und mir mitteilt, dass sie mich liebt?! Toll, dann hat das "Für Immer"-Singen damals wohl doch gefruchtet. Hervorragend! Fear No Evil ist zum einen Nostalgie pur und von daher wohl in erster Linie eine Verbeugung vor all den Fans, die die Karriere der Düsseldorfer Graphikdesignerin über die Jahre hinweg verfolgt haben. Andererseits zeigt Doro mit ihrer aktuellen Scheibe auch, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehört und dass sie uns wohl noch viele Jahre erhalten bleibt. Oder wie sie selbst singt: "We celebrate our love for Rock and Metal..."

Sebbes

5 von 6 Punkten

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