37 Headbänga online
01.10.2019 Alice Cooper
11.10.2019 The Sisters Of Mercy
19.10.2019 Knorkator
19.10.2019 Catcallas
25.10.2019 Jane
01.11.2019 Joey DeMaio
Reviews (10065)
Navigation
Artikel des Tages
Review:
Hubi Meisel

Interview:
Dark Vision

Live-Bericht:
Edguy

Video:
Helloween
RSS RSS
Atom Atom
In eigener Sache

Valid XHTML 1.0 Transitional

Valid CSS!

Valid RSS

Valid Atom 1.0

 

Review

CDs von Meinhof kaufenZur Druckversion dieses ArtikelsDiesen Artikel als PDF speichern

Meinhof - The Rush Hour Of Human Misery

Meinhof - The Rush Hour Of Human Misery
Stil: Crust Core
VÖ: 15. Mai 2008
Zeit: 44:15
Label: F.D.A. Rekotz
Homepage: -
MySpace: www.myspace.com/dhcmeinhof

buy, mail, print

Natürlich denkt jeder, der den Namen Meinhof liest, sofort an Ulrike Meinhof. Daher distanzieren sich die Londoner Vollblut-Punks in einem Statement, das dieser Promo beiliegt, auch in aller Deutlichkeit von den Verbrechen und Morden der Rote Armee Fraktion, räumen aber auch ein, dass sie die Gründe für den Guerillakrieg von Baader, Meinhof & Co gegen Regierung und Polizei nachvollziehen können.

Ein Besuch auf der MySpace-Seite verdeutlicht schnell, dass es sich hier um klare RAF-Sympathisanten handelt - schließlich prangert der bekannte rote Stern mit Maschinenpistole bereits im Bandlogo (auf der CD wurde er durch einen Totenkopf ersetzt). Soviel dazu. Und wenn man bedenkt, wie viele Zeilen in erwähntem Statement außerdem noch über Musik, Philosophie und Politik der Band zu Papier gebracht wurden, ist das, was man dann zu hören bekommt, doch sehr dürftig.

Das größte musikalische Manko dieser Veröffentlichung (vom Ideologischen mal ganz abgesehen) durchschlägt gleich mit den ersten Takten ein jedes Trommelfell: ein derart mies produzierter Topfdeckelsound des Schlagzeugs ist mir lange nicht zu Ohren gekommen. Ehrlich - das klingt so fürchterlich, dass man beinahe nicht mehr in der Lage ist, die Musik auch nur halbwegs objektiv zu beurteilen.

Viel zu beurteilen gibt es hier allerdings auch nicht: räudiger, aggressiver Crust, bei dem sich 90% der Songs ähneln wie ein Ei dem anderen. Das mag live zwar einiges an Dreck aufwirbeln (den die Audienz am eigenen Leib in die Hinterhofspelunke mit selbst gebastelter Bretterbühne getragen hat), auf CD will es dagegen so gar nicht funktionieren. Als Exoten-Bonus sei angeführt, dass die Texte über Rassismus, Krieg, Faschismus, natürlich Kapitalismus und all das andere Übel in unserer Welt auf inbrünstigste Weise von einem Mädel ins Mikro geplärrt werden.

Das reicht aber nicht aus, um eine gute Note zu bekommen. Bedingungslose Crust-Fans und RAF-Anhänger werden hier unter Umständen fündig. Alle anderen: Finger weg!

Dagger

2 von 6 Punkten

Zur Übersicht
Zur Hauptseite

Weitere Berichte und Infos
Weitere Reviews
Nächstes Review: Voltax - Voltax
Vorheriges Review: Kreator - Hordes Of Chaos

© www.heavyhardes.de