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Interview

Interview mit My Inner Burning (08.04.2011)

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Von Zeit zu Zeit erscheint eine junge Band voller motivierter und talentierter Musiker auf der Bildfläche, die es tatsächlich schafft, sich aus der groben Masse hervorzutun und mit besonderem Charme auf sich aufmerksam zu machen. My Inner Burning ist so eine Truppe. Sie verbinden großartiges Songwriting mit einer eigenwilligen, aber doch ergreifenden Mixtur unterschiedlicher Metal-Elemente und glänzen sowohl bei flotten Nackenbrechern, wie bei sanften Balladen. Frontfrau und Sängerin Becky Gaber erzählt in unserem Interview über die Entstehung der Band, das aktuelle Album und die Ziele, die sich die Musiker gesteckt haben...

My Inner Burning
HH: Ein fröhliches Hallo und beste Grüße aus dem Freistaat! Eigentlich wollte ich euch ja schon nach euerem Debüt interviewen, hatte damals aber zu viel um die Ohren. Nun kommt ihr mir aber nicht mehr aus! Zunächst meinen Glückwunsch zum aktuellen Album Eleven Scars! Ich hoffe, du hast den Artikel auf unserer Seite gelesen. Findet ihr euch und euer Tun in diesem Review wieder?

Becky: Absolut! Außerdem ist es immer schön wenn man gelobt wird und die volle Punktzahl in einem Review bekommt. Es freut uns natürlich sehr, wenn wir den Geschmack der Leute treffen.

HH: Auf den Bandfotos seht ihr alle noch sehr jung aus. Darf man fragen, wie alt ihr im Schnitt seid?

Becky: Danke, wir fühlen uns alle auch noch sehr jung! Im Schnitt zwischen 20 und 34. Es ist gut wenn eine Band etwas breiter gefächert ist vom Alter her, so fließen auch einige Erfahrungen in den Songs mit ein, die man vielleicht in "jungen Jahren" noch gar nicht erlebt haben kann.

HH: Wie lange gibt es My Inner Burning schon und wie hat die Band zusammen gefunden?

Becky: Uns gibt es seit 2008. Nik und Sauer haben das Projekt The Core gestartet. Deibl und Cliff kamen schnell dazu. Sie hatten eine Annonce auf MySpace geschaltet, in der sie eine Sängerin suchten. Ich schickte ihnen einige Skizzen und so fand 2009 die erste gemeinsame Probe statt.

HH: Ihr seid als Band mit einem ungewöhnlichen musikalischen Rezept an den Start gegangen und besitzt schon jetzt einen eigenen Stil, an dem man euch sofort erkennt. Wie würdet du selbst euere Musik am treffendsten beschreiben?

Becky: Wie du schon sagst, sind wir eher etwas ungewöhnlicher. Somit fällt es uns schon schwer uns in eine bestimmte Kategorie zu stecken. Aber wenn wir "müssten", dann würde ich sagen Melodic Metal mit einem Hauch von Gothic.

HH: Gibt es in eueren Reihen so etwas wie einen Brainbug, der das Gros des Songwritings und Komponierens schultert oder ist das mehr ein dynamischer Prozess, bei dem sich alle beteiligen?

Becky: Sauer kreiert die musikalischen Skizzen. Ich schreibe dann meist die Songtexte und die Gesangsmelodien. Die Skizzen werden dann bei den Proben durchgehört und was uns gefällt wird dann von der gesamten Band nochmal überarbeitet. Jeder in der Band gibt natürlich immer wieder Ideen und Anreize und somit fließt unsere gesamte Kreativität und unser Herzblut mit rein.

HH: Ohne jetzt die handwerkliche Leistung eines einzelnen herabsetzen zu wollen - ihr liefert auf beiden Alben alle eine tolle Arbeit ab - ist es am Ende natürlich dein außergewöhnlicher Beitrag, Becky, der für die besondere Würze sorgt und im Zentrum des Geschehens steht. Daher meine Frage: Gibt es in der Liga der Metal-Frontfrauen eine Stimme, die dich beeinflusst und die du bewunderst? Oder sind deine Ikonen vielleicht in einem ganz anderen Gerne zuhause?

Becky: Wer mich geprägt hat war Zachery Stevens von Savatage. Wenn es allerdings eine Frau sein müsste, dann würde ich sagen Natalie Maines von den Dixie Chicks. Ist zwar eher Country aber sie hat schon eine sehr beeindruckende Stimme.
My Inner Burning
HH: Kommen wir zum aktuellen Album. Der Titel Eleven Scars steht ja für die elf Songs des Albums, von denen jeder einzelne ein verletzendes Erlebnis schildert. Was sind das für Erlebnisse, die Narben hinterlassen und die ihr in euerer Musik aufgegriffen habt?

Becky: Die einzelnen Themen der Songs sind sehr unterschiedlich. Die Gemeinsamkeit, die sie zusammenschweißt, ist, dass es sehr einschneidende Themen sind, die sich um die Psyche des Menschen drehen. Um Gedanken und Gefühle, Erlebnisse, Ängste und Sehnsucht, die ihre Narben hinterlassen.

HH: Sprecht ihr da aus eigener Erfahrung oder habt ihr euch die Geschichten ausgedacht?

Becky: Natürlich fließen auch meine eigenen Erfahrungen und Gefühle in die Songs ein... "When I'm Gone" z.B. handelt von einem guten Freund den ich verloren habe. Wir versuchen unsere Texte auch so zu verpacken, dass jeder sie nachvollziehen kann. Das Leben ist schön, keine Frage, aber wir sind auch bereit, die Schattenseiten des Lebens zu beleuchten. Jeder hat auch mal was Schlechtes erlebt, wir verarbeiten unsere Erlebnisse in unseren Songs. Das macht sie authentisch und echt. Manche Texte sind dabei direkt von der Seele und manche eher aus meiner Fantasie.

HH: Passend zum textlichen Konzept besitzt das Album auch ein sehr stimmiges Cover-Artwork. Kannst du etwas zu dessen Idee und Entstehung erzählen?

Becky: Das Cover stammt vom bekannten Fotografen Martin Huch. Die Idee kam von uns, er hat es sehr schön umgesetzt. Der Name "Eleven Scars" stand ja schon. Wir wollten mit dem Cover die Atmosphäre der Lyrics und der Musik wiederspiegeln. Und ich denke, das ist uns auch gut gelungen.

HH: Nach zwei Reviews und diesem Interview fehlt auf unserer Seite nun nur noch eine Live-Rezension von My Inner Burning. Hattet ihr in den letzten Jahren schon ausreichend Gelegenheit live zu musizieren?

Becky: Ausreichend ist relativ. Kann es je genug sein? Wir freuen uns immer wieder auf der Bühne zu stehen. Live Gigs machen einfach Spaß!

My Inner Burning

HH: Ich denke, ihr seid als junge Band an den meisten Orten noch relativ unbekannt bzw. ein Insidertipp. Wie waren denn die Publikumsreaktionen bei eueren bisherigen Konzerten?

Becky: Während der Auftritte ist das Publikum immer gut dabei. Beeindruckt hat mich das Publikum in Griechenland. Sie kannten alle Texte, was mich sehr gefreut hat. Nach den Auftritten mischen wir uns meist unter die Leute und die Resonanz war sehr positiv. Wir lieben die Nähe zum Publikum.

HH: Wisst ihr schon, wo und wann ihr das neue Album auf der Bühne präsentieren könnt?

Becky: Am 15. April zur Releaseparty in Osterode. Wir freuen uns schon tierisch!

HH: Ihr steht ja noch relativ am Anfang eurer Musikerkarriere, aber die Zeichen sind nicht schlecht. So weit ich es mitbekommen habe, hat euer Debüt in der Presse ja ganz gut abgeschnitten und mit Eleven Scars sollte das nicht anders sein. Da fängt man doch auch etwas zu träumen an. Gibt es bestimmte Ziele, die ihr mit eurer Band erreichen wollt?

Becky: Wacken ist natürlich ein großer Traum. Unser Traum ist es irgendwann ausschließlich von der Musik leben zu können.

HH: Und wenn ihr das alles in einigen Jahren hoffentlich geschafft habt, woran glaubst du wirst du dich aus diesen ersten aufregenden Jahren, die ihr jetzt erleben dürft, am liebsten erinnern?

Becky: An das aufregende Gefühl, dass es vorwärts geht. Bewegung ist immer gut. Wir sind alle sehr ehrgeizig.

HH: Ich hoffe, dieses kleine Interview wird euch auch in positiver Erinnerung bleiben. Ich drücke die Daumen für alles, das ihr mit My Inner Burning erreichen wollt und sage Danke für das Interview!

Dagger

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