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Masterstroke - Sleep

Masterstroke - Sleep
Stil: Melodic Power Metal
VÖ: 23. Januar 2008
Zeit: 41:45
Label: Dynamic Arts Records
Homepage: www.masterstroke.info

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Schlafen!!?? Von wegen, ich würde eher mal in Deckung gehen, denn die fünf Jungs aus Finnland, die sich unter dem Namen Masterstroke zusammengefunden haben, liefern mit Sleep einen absoluten Meisterstreich, oder Geniestreich, wie man bei uns Teutonen sagt, ab. Gleich die erste Hymne "Killing Creatures" hämmert sich so dermaßen ins Hirn, dass an die nächtliche Ruhe nicht mehr zu denken ist. Sleep ist das zweite Album von Masterstroke, allerdings wohl das erste, das die meisten von uns in die Finger bekommen werden. Das Debüt Apocalypse ist nur, man höre und staune, in Japan und Russland veröffentlicht worden!? Gruselig, oder? Falls da noch irgendwo eine Kopie rumfliegt, bitte schicken, rereleasen, online stellen - ganz egal! Hauptsache, die Welt bekommt davon etwas mit.

Schluss mit dem Geschwafel und zurück zum aktuellen Output, der geprägt ist von der erst gewöhnungsbedürftigen, aber schnell süchtig machenden, melodischen, voluminösen, aber trotzdem rauen Stimme des Frontmannes Niko Rahuala. Vom Stil her würde ich Masterstroke irgendwo zwischen Symphorce, Mystic Prophecy und Evergrey einordnen, wobei die Suomis aus Tampere den Genannten in nichts nachstehen und sich schon genug Eigenständigkeit erarbeitet haben, um nicht verwechselt zu werden. Die neun Songs des Albums sind melodisch, ganz leicht progressiv und lassen gleichzeitig die gewisse Härte, die dieses Album zu etwas Besonderem macht, nicht vermissen. Hier gibt's noch Ecken und Kanten, die bei vielen anderen Bands schon längst abgeschliffen wurden - hoffen wir, dass Masterstroke sich das erhält. Die beiden Gitarristen, von denen einer der Sänger ist, zaubern vielleicht nicht unbedingt komplizierte, aber dafür extrem coole Riffs und Hooks aus dem Ärmel, man höre sich nur mal "Turn Away", von dem es inzwischen auch ein Video gibt, an. Unterlegt wird das Ganze von treibendem, abwechslungsreichem Doublebase-Drumming und einer fetten und ausgewogenen Produktion. Der absolute Knaller an Sleep ist aber, dass ausnahmslos alle Songs auf dem Album Hits sind. Viele Kapellen würden sich glücklich schätzen, wenn sie auch nur einen so großartigen Refrain hinbekämen, wie es uns Masterstroke hier neun Mal vormacht. Anspieltipps erübrigen sich eigentlich, aber das ruhigere "Another Failure" und der Titelsong "Sleep" sind so geniale Hymnen, dass es mich hier fast nicht mehr auf dem Stuhl hält. Bemängeln kann ich wirklich nur die viel zu kurze Spielzeit von knapp über 40 Minuten.

Etwas überrascht war ich beim Durchgehen der Biographie der einzelnen Masterstroke-Musiker, waren doch Sänger und Trommler irgendwann mal bei den Todesmetallern Crystalic beschäftigt, die meiner Meinung nach mit Watch Us Deterioate schon eine der geilsten Scheiben 2007 abgeliefert haben. Sleep ist ein ganz heißer Anwärter für die Aufnahme in diese Liste für 2008. So, jetzt aber genug der Worte, geht los und holt euch das Teil!! Oder hört wenigstens mal rein! Ach ja, und Masterstroke... bitte nach München kommen! Aber schnell, okay?

Sebbes

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