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Whitechapel - The Somatic Defilement

Whitechapel - The Somatic Defilement
Stil: Death Metal
VÖ: 21. September 2007
Zeit: 31:59
Label: Siege Of Amida Records
Homepage: -

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Whitechapel, da war doch mal was...
Ach ja, das war ja der Londoner Distrikt, in dem ein Mann namens "Jack The Ripper" sein Unwesen trieb. Nun, wenn sich eine Band einen solchen Namen gibt, deutet das schon etwas in die Richtung, in welche die musikalische Reise geht: In ziemlich grobe Gefilde.
Und hier stimmt dieser Fingerzeig genauestens! Whitechapel machen Death Metal. Nein, nicht den schmusigen Death der Göteborger Schule, sondern richtig bösen Death Metal. Brutal, massiv, walzend.
In den Promoinfos war die Rede von Vergleichsbands wie Devourment, Impaled und Aborted, was ich allerdings nur teilweise nachvollziehen kann. Für Impaled fehlt das Augenzwinkern, für Devourment die Unzugänglichkeit und auch Aborted passt da nur teilweise.
Nein, erste musikalische Referenz wäre für mich Kataklysm mit einem kleinen Schuss Devourment (im Gitarrenbereich).
Und das daraus resultierende Produkt kann sich durchaus hören lassen! Geschickt werden die monolithischen Riffs in Songstrukturen untergebracht, die trotz aller Brutalität nie unzugänglich werden. Mal wird in hohem Tempo gebolzt, mal wird der Fuß vom Gaspedal genommen und der Hörer schier niedergewalzt. Die Songs erzeugen eine bedrückende, bösartige Stimmung, ohne eintönig zu werden.
Abwechslung ist also durchweg gegeben, was gerade bei Musik in diesen Härtegraden nicht selbstverständlich ist. Das ist vor allem auf das Songwriting zurückzuführen, das für eine Band, die erst 2006 gegründet wurde, erstaunlich erwachsen wirkt.
An den Instrumenten kann man den sechs Jungs aus Knoxville auch nichts vorwerfen; gerade die Arbeit der drei (!) Gitarristen ist vortrefflich gelungen. Hier reiht sich auch das vorzügliche Bassspiel problemlos ein, das den Songs auch mehr Tiefe verleiht. Die Stimme von Frontmann Phil Bozeman wechselt zwischen Low End-Gegrowle und giftigem Kreischen, was wieder an Kataklysm erinnert. Und die Drums kommen durchaus gefällig rüber, auch wenn zu erwähnten Kataklysm noch eine Stufe fehlt.
Die Produktion ist an sich recht gelungen, bei aller Heavyness artet die Musik nie in einen Soundbrei aus. Vielleicht ein wenig zu bassbetont, das klingt für meine Ohren manchmal etwas übertrieben. Wofür es allerdings Minuspunkte gibt, ist die arg karge Spielzeit von nicht mal 32 Minuten, sorry, da erwarte ich definitiv mehr.
Insgesamt eine durchaus heftige, wenn auch sehr kurze Abrissbirne, die durchaus weiterempfohlen werden kann.

Hannes

4 von 6 Punkten

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