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Kneipenterroristen - Härter Als Der Rest

Kneipenterroristen - Härter Als Der Rest
Stil: Heavy Rock
VÖ: 17. August 2007
Zeit: 47:51
Label: Rude Records
Homepage: www.kneipenterroristen.org

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Das ist sie nun also, die erste Scheibe mit (fast) eigenen Songs von Deutschlands dienstältester Böhse Onkelz-Coverband. Als eben diese haben sich die Jungs, die auch in anderen Bands (Torment, Weinhold, Paragon) aktiv sind, bereits einen Namen machen können. Nun gilt es also, die eigenen Songs neben den Klassikern der Onkelz zu etablieren und zu zeigen, dass man nicht nur auf Coverversionen angewiesen ist.
Heraus gekommen sind 13 Songs, deren Qualität nicht immer auf einem Level liegt. Eines gleich vorne weg: man merkt deutlich, von wem die Jungs maßgeblich beeinflusst worden sind. Der Sound pendelt zwischen Heavy Rock und Punk Rock, ganz wie bei den Vorbildern. Der Opener und Namensgeber rockt ordentlich nach vorne los, gefolgt von "Endlich Wieder Wochenende", der erstmals zum Mitgröhlen animiert. Das erste Highlight kommt dann in Form von "Pornostar", der punkig angehaucht zum Pogo einlädt und gleich auf den Punkt kommt, was man von den beiden ersten Songs nicht unbedingt behaupten kann. Das Lieblingslied der Jungs scheint ohnehin "Ihr Sollt Den Tag Nicht Vor Dem Abend Loben" (Böhse Onkelz) zu sein, denn nicht selten erinnern die ersten Takte diverser Songs an eben dieses Anfangsriff. Doch das nur am Rande bemerkt. Mit dem Midtempostampfer "Holstenritter" kommt das nächste Highlight durch die heimischen Boxen, "Holstenritter, das sind wir, unser Kreuzzug gilt dem Bier..." was kann bei diesen Zeilen anders als zur Flasche greifen und kräftig mitmoshen? Eben, nix, dieser Song ist wie geschaffen dafür. "Hamburg, Wir Steh'n Zu Dir" ist ein locker-flockiger Punkrocker, der zwar einfach, aber dafür umso effektiver gehalten ist. Eine simple Melodie, ein Refrain, der sofort ins Mittelohr dringt und ein Rhythmus, der zum Mitschunkeln einlädt. Damit liegt man nie verkehrt. Doch die Kneipenterroristen können auch anders, als nur übers Biertrinken zu singen. "Problemkind" behandelt ein durchwegs ernstes Thema, von wechselnder Dynamik entsprechend in Szene gesetzt. Mal eher gemächlich und düster, dann wieder folgt aggressives Riffing und der Song steigert sich und schraubt sich nach oben. "Damien" rockt dann auch wieder recht flott und ordentlich nach vorne los.
Doch ganz ohne Coverversionen kommen die Jungs auch hier nicht aus. "Chains & Leather" von Running Wild wurde kurzerhand in "Ketten Und Leder" umbenannt und mit einem nicht ganz jugendfreien Text versehen. Macht aber Laune. Eher weniger gelungen ist dagegen die Neuinterpretation von "Lady In Black". Oder ich habe einfach nicht (mehr) die nötige Portion Humor für diese Art von Text.
Und dann gibt es auch noch eher durchschnittliche Songs zu vermelden, die zwar im Grund nicht schlecht sind, jedoch irgendwie nicht auf den berühmten Punkt kommen. "Am Äußeren Rand", "Lust Zu Leiden" und "Was Lange Gärt" sind solche Songs. Zudem kann mich der Gesang von Jörn nicht auf ganzer Strecke auf Scheibe überzeugen. Zwar ist sie schön rau, so wie sich das gehört. Doch irgendwie reicht mir hier das nicht. Mir fehlt hier das gewisse Etwas, der Assi-Faktor, den zum Beispiel Kevin Russell (Onkelz) ausgezeichnet hat. Live machen die Kneipenterroristen bestimmt keine Gefangenen, auf Scheibe dagegen kommt die Stimmung nur stellenweise auf.

Ray

4 von 6 Punkten

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