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Kamelot - Ghost Opera

Kamelot - Ghost Opera
Stil: Epic Power Metal
VÖ: 01. Juni 2007
Zeit: 44:03
Label: Steamhammer
Homepage: www.kamelot.com

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"Cool, die neue Kamelot" dachte ich, als ich mal wieder ein Promopaket aufriss und das neues Werk von Thomas Youngblood, Khan und Co. in den Händen hielt. Ich rannte natürlich gleich zur Hifi-Anlage. Schließlich hatte mich der Vorgänger The Black Halo in ware Begeisterungsstürme versetzt! Aber ganz ehrlich, der erste Durchlauf brachte erstmal ziemliche Ernüchterung mit sich, denn Ghost Opera ist kaum mit seinem Vorgänger zu vergleichen - viel düsterer, kompakter und auf den ersten Blick viel, viel zu einfach gestrickt. Viel war von dem verschnörkeltem, liebevoll verspieltem Melodic Metal nicht mehr geblieben, statt dessen gab es "einfach nur" zehn Songs - ohne Interludes - von denen die meisten nur vier Minuten umfassen - nur einer überschreitet die fünf Minuten und das auch nur 13 Sekunden. Dazu klingt das ganze noch ziemlich überladen - die Songs sind zwar auf den ersten Blick einfach gestrickt und erschlagen einen trotzdem mit Bombastkleister. Und wenn man mir als dritten Song - "The Humain Stain" - dann noch einen fast lupenreinen Gothic-Pop-Song um die Ohren kloppt, war es das erstmal.
Ich hörte bleich vor Entsetzen den Rest des Albums und musste das dann erstmal sacken lassen. "Was zum Teufel haben die sich dabei gedacht?!?!" Okay, wenn man ein absolutes Highlight wie The Black Halo fabriziert bleibt einem kaum etwas anderes übrig als die Flucht nach vorne (außer man versucht eine Kopie des Vorgängers, was aber auch oft daneben geht), aber an diesem Album werden sich außer mir sicher noch viele andere Fans die Zähne ausbeißen.
Okay, nach zehn bis elf Durchläufen bin ich so langsam in das Album eingetaucht, habe Songs wie "Rule The World", die Halbballade "Love You To Death", "Silence Of The Darkness" und den Titelsong ins Herz geschlossen, aber mit dem Rest habe ich immer noch so meine Probleme. Sie berühren mich einfach nicht so wie sonst - gehen irgendwie an mir vorbei - und auf der anderen Seite erschlagen sie mich auch wieder - ein echt seltsames Gefühl. Und so sitze ich jetzt hier, etwas ratlos vor dem Rechner, und weiß immer nicht so genau wie ich das jetzt eigentlich finden soll.
Ein schlechtes Album ist Ghost Opera nicht wirklich - der Sound und die Produktion sind einwandfrei - und spielen können die fünf Jungs sowieso - aber irgendwie braucht das Album ziemlich lange, bis es überhaupt mal zündet - und Übersongs vom Stile "March Of Mephisto", "Forever" oder "Nights of Arabia" gibt es leider auch keinen.
Deswegen bleibe ich dieses Mal leider etwas verhalten auf meinem Stuhl sitzen, anstatt wie ein Irrer durch den Raum zu hüpfen, und gebe dem Album neutrale vier Punkte. Hier muss jeder für sich entscheiden, ob das immer noch die Band ist, die er einmal geliebt hat. Ich bin sprachlos und versuche weiter, einen richtigen Draht zum Album zu bekommen...

Thorsten

4 von 6 Punkten

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