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Billy Idol - Happy Holidays

Billy Idol - Happy Holidays
Stil: Hard Rock
VÖ: 17. November 2006
Zeit: 47:47
Label: Supersonic Records
Homepage: www.billyidol.com

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Wenn es ums Weihnachtsfest geht, gibt es zwei Lager. Die einen sind die Skeptiker, für die das alles nur ein fader Konsumrausch ist, bei dem man eher widerwillig bei der Familie ein Abendessen einnimmt. Humbug, so würde Ebenezer Scrooge, der literarische König dieser Fraktion, sagen! Dann gibt es die unverbesserlichen Sentimentalen, die sich jedes Jahr wieder wie das sprichwörtliche kleine Kind freuen, dann am Weihnachtsabend zu selbigem mutieren und mit verklärtem Gesichtsausdruck auf den Baum glotzen. Zu denen bekenne ich mich freimütig - wie es Scrooge ergeht, das kennt ja jeder, der Dickens gelesen hat (oder den Bill Murray Film kennt), und wenn wir in unserem verwirrten Land einen Anstoß bekommen endlich wieder zu käff, dann kann das doch nur gut sein.

So oder so ähnlich werden sich wohl die meisten auch dieser launigen Scheibe nähern, auf der unser aller Lieblingspunker Weihnachtslieder anstimmt, musikalisch unterstützt von Brian Tichy und Derek Sherinian. Das Besondere: hier wird nicht gerockt. Das ist alles stilecht. Der gute Billy schwingt sich durch Standards wie "Frosty The Snowman", "Let It Snow" und schreckt auch vor Klassikern wie "White Christmas" (Bing Crosby! Ja das!) oder "Auld Lang Syne" (das mit den Bekannten, die man vergessen soll, oder bei denen man sich daran erinnern soll, dass man sie vergessen hat) nicht zurück. Der härteste Rockfaktor findet sich noch beim Rock'n'Roller "Jingle Bell Rock", und auch "Run Rudolph Run" swingt sich gehörig durch.
Wie kommt Meister Idol nun auf so etwas? Nun, schon auf seinem brillanten Combeback-Album Devil's Playground findet sich ja schon das lustige "Yellin' At The Christmas Tree", in dem Billy einen typischen Weihnachtsabend in seinem Elternhaus beschreibt (das endet, wie Weihnachten in England generell, in einem großen Saufgelage). Das Thema scheint also interessant, und der Meister selbst erklärt uns: "Immer wenn wir bei mir zu Hause Weihnachten feiern, bin ich für die Musik zuständig. Nach zehn oder mehr Jahren habe ich entschieden, die Songs, die ich dann auflege, auch selbst zu singen." Das macht er gewohnt hervorragend - selbst in den gemächlichsten Passagen blitzt immer wieder dieses freche, kehlige Idol-Organ auf, so dass man immer darauf wartet, jetzt bricht gleich der Rebel Yell los - vor allem bei den etwas flotteren Nummern wie "Merry Christmas Baby", wo man sich ziemlich nah in Springsteen-Gefilde begibt. Aber der little angle kommt nicht vorbei, um more more more zu fordern, es gibt kein flesh for fantasy - Billy meistert alle Stücke mit Bravour, und pronto hat man eine Scheibe, die unterm Baum eigentlich alle freuen sollte: der Bürgersmann lobt die schönen Lieder, die älteren unter uns freuen sich über Billys markanten Gesang, und die ganz Kleinen spielen sowieso mit der PlayStation3, die sie bekommen haben.
Für alle was dabei - und an Weihnachten braucht man so etwas unbedingt. Schon das Cover mit Billy im Tuxedo ist es wert, hier zuzugreifen.

Holgi

4 von 6 Punkten

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