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Quiet Riot - Rehab

Quiet Riot - Rehab
Stil: Hard Rock
VÖ: 20. Oktober 2006
Zeit: 62:42
Label: Demolition Records
Homepage: www.officialquietriot.com

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Quiet Riot. Welch klangvoller Name für das posende Volk unter den Altbangern. Wieder eine Ikone aus den Mittachtzigern, als in Los Angeles Bands mit Eyeliner, Kajal, Rouge und der Heroinnadel inklusive wie Pilze aus dem Boden schossen und neben der erwähnten Nadel Groupies die Musiker umschwirrten wie Motten das Licht. Das Zeitalter der im Schritt mit sauberst gefaltetem Sockenpaar bestückten Spandexhosenträger ist ja - Avon oder dem lieben Gott sei gedankt - vorbei.

Und da man in dieser Epoche einen Namen hatte und noch hat, lärmen die Urmitglieder Kevin DuBrow (Vocals) und Frankie Banalie (Drums) mit den beiden Neuzugängen Tony Franklin am Bass und Saitenquäler Neil Citron auf dem aktuellen Langweiler Rehab. Ups, habe ich jetzt schon was verraten? Okay, will ich mal nicht so sein. Das raue kraftvolle Organ von Kevin kann nach wie vor begeistern und röhrt ohne Reibungsverluste durch die meist erdig bluesige und nur teilweise hart rockende Scheibe. Die Songs sind okay, jedoch reißt es einen nicht vor Begeisterung aus dem Sessel. Dazu fehlen die herausragenden Hooks und catchy Melodielinien, die Metal Health und Condition Critical zu Klassikern des Fönmetals werden ließen, was sie noch heute sind. Doch was bietet Rehab? Chöre? Fehlanzeige! Mitgröhlfaktor? Von wegen! Der verwaschene leise drucklose Gitarrensound lässt auch nicht wirklich Freude aufkommen. Da haute Eric Clapton bei Slowhand härter in die Saiten und das war 1977. Vielleicht hätten die ruhigen Aufständler Michael Wagener, Beau Hill oder Bob Ezrin das grundlegende Soundgerüst zimmern lassen sollen. Das vorliegende Gefudel wirkt irgendwie wie der berühmte Schnellschuss mit Namedropping. Aber gut, wir schreiben das Jahr 2006 und die Poserschminktöpfchen bleiben geschlossen und schließlich darf sich jeder weiter entwickeln. Aber will ICH das?!?

Mit dem groovenden "South Of Heaven", dem im Uptempo fahrenden und mit W.A.S.P.-Drumfills ausgestatteten "Black Reign" sowie den guten "Strange Daze" und "It Sucks To Be You" versprühen die Amis einen Flair rockigen Charmes. Ansonsten regiert gähnende Langeweile. Vorherrschend sind auf der Bluestonleiter aufbauende Songs, welche arg in die Länge gezogen werden. Das krönende Klabusterschätzchen ist die knapp neunminütige gecoverte "Evil Woman" von Spooky Tooth, wo ein gewisser Glenn Hughes im Duett mit Hr. DuBrow schwurbelt. Diese Art des Recyclings nennt man besser Rohstoffverschwendung.

Alles in Allem eine sehr zwiespältige Angelegenheit, denn bei vier mehr oder minder passablen Songs sollte sich jeder überlegen, für was er die sauer verdiente Kohle verzockt. Ich für meinen Teil gesunde meine Ohren auf diesen Schrecken hin mit einer Prise Metal Health und "komme, um den Noise zu feelen". Der Rest der werten Poserschaft sei eine Dosis Wig Wam verschrieben, denn die wissen wo der Schlüpfer hängt und das Rougetöpferl steht.

Siebi

2 von 6 Punkten

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