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Trick Or Treat - Evil Needs No Candy

Trick Or Treat - Evil Needs No Candy
Stil: Heavy/Speed Metal
VÖ: 31. Oktober 2006
Zeit: 49:24
Label: Point Music
Homepage: www.trickortreatband.com
MySpace: www.myspace.com/trickortreatband

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"Trick or treat they have to choice, little ghosts are making lots of noise..." war wohl die alles entscheidende Textzeile aus einem Klassiker des Speed Metal. Doch drehen wir die Zeit mal kurz zurück. Es ist 1987 und eine junge aufstrebende deutsche Band namens Helloween erschuf mit ihrem Album Keeper Of The Seven Keys Part 1 eine Blaupause für wohl grob geschätzt über die Hälfte des bestehenden melodischen Speed Metal. 2006, fünf Italiener firmieren unter dem Namen Trick Or Treat (obige Zeile entstammt übrigens aus dem Übersong "Halloween") und huldigen eben jenen.

Die bereits 2002 gegründete Band fing als Helloween Coverband an und will es nach dem 4-Track Demo "Like Donald Duck" nun wissen. Dabei dachten sich die Burschen, covern wir doch mal weiter, nur tauschen die Songtitel aus. Zumindest ist das der erste Eindruck der entsteht, wenn man Evil Needs No Candy zum ersten Mal hört. Nach dem Kirmesintro "It's Snack Time" werden die zweiläufigen Gitarren von Luca Cabri und Guido Benedetti ausgepackt, die von einer recht fitten Rhythmustruppe (Bassist Leone Villani-Conti und Drummer Stefano Soncio) unterstützt werden und bereits den ersten Ohrwurm in Form des Titeltracks aufzeigen. Schnell, eingängig und gute Laune verbreitend, ja so soll das sein. "Time For Us All" kommt eher rockiger als metallisch aus den Boxen, aber nicht minder eingängig. Mit witzigen Samples beginnt das "Future World" der fünf Italiener, das in diesem Fall auf den Namen "Like Donald Duck" hört. Auf gegensätzliche Meinungen werden Trick Or Treat allerdings bei ihrer Coverversion von Cyndi Laupers "Girls Just Wanna Have Fun" stoßen. Aber mal abgesehen davon, dass ich das Lied eigentlich nicht mehr hören kann, finde ich diese Version durchaus gelungen. Doch Songs wie "Joyful In Sadness" stehen ihnen definitiv besser, wobei gerade dieser zu den besten des Albums gehört. Mit "Sunday Morning In London" beweisen die Italiener, dass sie noch dazu (gute) Balladen schreiben können. "Who Will Save The Last Hero" und "Back As A Pet" werden genutzt um den Weg frei zu machen für zwei weitere Highlights, "Perfect Life" und das knapp neuneinhalbminütige "Back To Life".

Was bleibt also am Ende der fast 50 Minuten hängen? Auf alle Fälle schon mal jede Menge Melodien und eingängige Hooklines, die durch die klare (und hohe) Stimme von Alessandro Conti in überzeugender Form vorgetragen werden. Um ein Kiske zu werden braucht es halt noch etwas, aber dennoch klasse Leistung. Happy Metal Hasser werden das Album wohl meiden wie der Teufel das Weihwassser und wer eine Offenbarung oder Revolution erwartet hat wird wohl auch etwas enttäuscht sein. Doch (ja das böse H-Wort kommt schon wieder...) Helloween, Gamma Ray oder auch Edguy Fans werden das anders sehen und auch den einen oder anderen Blick auf die illustre Gästeschar auf das Cover werfen.

Wer jedenfalls Spaß daran hat mal wieder schunkelnd und mit einem fetten Grinsen im Gesicht durch die Wohnung zu springen, dem sei Evil Needs Candy Too dringend empfohlen. Und sind wir doch mal ehrlich: Helloween (nein, da war es schon wieder...) war noch nie wirklich vorbei, in diesem Sinne also (und jetzt ist es mir eh schon egal!): Happy Happy Helloween, Helloween, Helloween, Happy Happy Helloween, Helloweeheen...

Andi

5 von 6 Punkten

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