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Sieges Even - The Art Of Navigating By The Stars

Sieges Even - The Art Of Navigating By The Stars
Stil: Progressive Rock
VÖ: 26. September 2005
Zeit: 63:33
Label: Inside Out
Homepage: www.siegeseven.com

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Wenn der Name "Holzwarth" fällt, klingelt es bei vielen, denn der eine Teil der beiden Brüder, Alex und Oliver, spielt bei Blind Guardian am Bass, nämlich Oliver, während sich Alex bei den italienischen Hollywood Metallern Rhapsody am Schlagzeug verdient gemacht hat. Vor allem erstere haben sich dabei im Laufe ihrer Karriere von simplem Speed Power Metal in eine immer progressivere Richtung entwickelt. Die junge Metal- und Rock-Generation aber weiß wohl nicht unbedingt, das die beiden Brüder bereits Ende der 80er Jahre mit Sieges Even riesige Erfolge im Progressive Rock Sektor feiern konnten.
Das liegt sicherlich auch daran, dass Sieges Even jahrelang, um genau zu sein acht Jahre, auf Eis lag und man nichts von der in München gegründeten Combo zu hören bekam, obwohl Alben wie Steps und A Sense Of Change bleibenden Eindruck in der progressiven Metal- und Rockwelt hinterlassen hatten. Deshalb darf man sich umso mehr freuen, dass Sieges Even mit The Art Of Navigating By The Stars endlich wieder im Musikzirkus zurück sind. Dabei werden die Holzwarth-Brüder von Originalgitarrist Markus Steffen und Neusänger Arno Menses unterstützt, wobei vor allem letzterer mit seiner sehr ausdrucksstarken und voluminösen Stimme den Kompositionen die Krone aufsetzt. Sieht man mal vom Intro ab, sind alle Songs überlang und warten mit einer unglaublichen Vielfalt an Emotionen, zuckersüßen Melodien, Riffs, Laut-Leise-Dynamik und Tempowechseln auf, die trotz der Masse nie den Eindruck erwecken, dass sich Sieges Even in den progressiven Songstrukturen verheddern. Ebenso verzichtet man auf ausufernde Solo- und Frickeleskapaden und jeder Musiker stellt sich in den Dienst der Band und der Songs.
Das Fiese an all den Kompositionen aber ist, dass sie, zumindest bei mir, nicht auf Anhieb zünden, sondern erst eine gewisse Zeit zur Entfaltung brauchen, dann aber geballt zuschlagen. So war ich nach dem vierten Durchlauf immer noch nicht so ganz überzeugt, habe mich dann aber ertappt, wie in der S-Bahn plötzlich jede Menge Sieges Even Melodien in meinem Kopf rumgeisterten und mich zum fröhlichen Mitpfeifen animierten. Wirklich fiese Sache.

Jeder, der mit ruhigen progressiven Klängen was anfangen kann, sollte in The Art Of Navigating By The Stars mal reinhören. Hier wird sicherlich keiner enttäuscht! Klasse Comeback!

Lord Obirah

5 von 6 Punkten

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