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Arch Enemy - Doomsday Machine

Arch Enemy - Doomsday Machine
Stil: Melodic Death Metal
VÖ: 22. August 2005
Zeit: 49:09
Label: Century Media
Homepage: www.archenemy.net

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Mein lieber Herr Gesangsverein, es ist kaum angemessen zu beschreiben was für ein starkes Album Arch Enemy mit ihrem neuen Werk Doomsday Machine abgeliefert haben. Allen voran Gitarrengott Michael Amott der mit einer unvergleichlichen Leichtigkeit Riffs aus dem Ärmel schüttelt, auf die andere Bands nicht in zehn Jahren kommen. Doch beginnen wir ganz am Anfang.

Der satte Instrumentalopener "Enter The Machine" zeigt dem Hörer bereits deutlich wohin die Reise geht: Druckvolle, hervorragende Gitarrenarbeit gepaart mit klaren, durchdachten Melodielinien durchziehen das gesamte Musikmaterial des Longplayers wie ein roter Faden. Das erste Stück mit Vocals, "Taking Back My Souls" verdeutlicht gleichzeitig die völlig unterschiedliche Art und Weise, wie Sängerin Angela Gossow mit ihrer Stimme umgeht. Die Vocals kommen deutlich kraftvoller, aggressiver, aber auch etwas verzerrter als beim Vorgängeralbum Anthems of Rebellion. Das führt dazu, dass die Gesangsparts bedeutend männlicher und tiefer klingen als dies vorher der Fall war.
Inwieweit das wünschenswert ist (weibliche Vocals sind meiner Meinung nach eine erfreuliche Bereicherung des Männerzirkus Death Metal), mag man sehen wie man will, überzeugend klingt es dennoch. Die Produktion ist auf höchstem Niveau, alle Instrumente sind klar und differenziert zu vernehmen. Ein weiterer erwähnenswerter Punkt wäre, dass kein Lied den selben Sound hat wie das andere. Abwechslung ist groß geschrieben im Hause Arch Enemy; Hammersongs wie "Nemesis", "My Apocalypse" oder "Carry The Cross" ziehen den Zuhörer in seinen Bann und lassen trotzdem nie den ureigenen Stil der Band vermissen. Das hohe Niveau bleibt dem Album bis zum Ende erhalten, die Amott Brüder verwöhnen den Hörer mit Weltklasse-Gitarrensoli, und Angelas Stimme präsentiert sich in Bestform. Fans, die lieber der Stimme des Vorgängers Johan Axelsson lauschten, werden sicher auch diemal nicht glücklich werden, zu groß sind die gravierenden Unterschiede der beiden Sänger. Man muss sich eben mit dem Gedanken anfreunden können...

Um so mehr ist es angesichts der Qualität dieses Silberlings zu bedauern, dass vor einigen Monaten Christopher Amott die Band verlassen hat. Einen gleichwertigen Ersatz zu finden, wird sicherlich nicht einfach werden. Die Spieldauer ist mit knappen fünfzig Minuten angemessen, man hat durchaus schon andere Beispiele erlebt. Altfans von Arch Enemy werden sich auf die Scheibe einstellen müssen, für alle anderen bleibt Doomsday Machine ein ausgezeichnetes Melodic Death Metal Album, bei dem wir bereitwillig das Teufelchen zücken. Kleinere Schwächen im Songwriting vor allem gegen Ende des Longplayers (Ideen ausgegangen?) verhindern leider mehr.
Trotzdem gilt: Bitte mehr davon!

Robert

6 von 6 Punkten

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