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Sculptor - Untold Secrets

Sculptor - Untold Secrets
Stil: Melodic Death Metal
VÖ: 04. Dezember 2020
Zeit: 40:23
Label: Frontiers Records
Homepage: www.sculptorofficial.com

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Das italienische Musiklabel Frontiers Records ist zwar schwerpunktmäßig in der Melodic-Rock-Szene tätig, seit einiger Zeit öffnet man sich aber auch anderen und durchaus härteren Spielarten. Bestes Beispiel ist die brasilianische Band Sculptor, deren Debütalbum Untold Secrets nun via Frontiers vertrieben wird. Die fünf Musiker haben sich dem Death Metal verschrieben und wenn man Brasilien hört, werden viele sogleich an Brutalo-Acts wie Krisiun, Sarcofago oder frühe Sepultura denken, die das Gros an nachrückenden Bands aus ihrer Heimat zwangläufig beeinflussen. Aber weit gefehlt! Denn die musikalischen Roots dieser Combo sind noch nicht einmal auf dem südamerikanischen Kontinent zu suchen.

Stattdessen verweisen die elf vorgelegten Kompositionen geradewegs ins nördliche Europa, nach Schweden und nach Finnland, um genau zu sein. Das beginnt bereits beim einleitenden Instrumentalstück, dessen schwermütiger Grundton finnischer nicht klingen könnte und sich wie ein roter Faden durch das gesamte Album zieht. Die eindringlichen Riffs und Melodien der Brasilianer in Verbindung mit den harschen Death-Growls schaffen es immer wieder unter die Haut zu gehen und enthalten darüber hinaus manch einen Link zum frühen Göteborg-Sound von Bands wie In Flames und Dark Tranquillity. Wenn während der zweiten Albumhälfte dann auch noch gefühlvoller Klargesang in den Songs "Embrace Yourself" und "Requiem" die ohnehin schon traurigen Gitarrenmotive ergänzt, geht allerdings wieder der Finne mit der Brasilianern durch. Richtig deftig schreiten Sculptor dagegen im Rausschmeißer "Watch Rope" zur Tat und lassen eine technisch versierte und durchaus progressive Ader erkennen, die allerdings abrupt abreißt, als es gerade spannend wird. Das ist schlussendlich auch ein Punkt, der bei Untold Secrets noch im Argen liegt: man erkennt großes Potential und ein feines Händchen für eingängige Melodien an allen Ecken und Enden. Nur leider schafft es die Band oft (noch) nicht, auch durchgehend wirklich mitreißende Songs zu schreiben. Im Auge behalten muss man die Truppe dennoch, denn in der Zukunft mag sie noch für eine Überraschung zu haben sein.

Dagger

4 von 6 Punkten

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