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Assassin - Bestia Immundis

Assassin - Bestia Immundis
Stil: Thrash Metal
VÖ: 14. Februar 2020
Zeit: 49:00
Label: Massacre Records
Homepage: www.assassin-online.de

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Beziehungsstatus? Kompliziert! Zunächst lief es bei den Teutonic-Thrash-Veteranen Assassin ja ähnlich wie bei den Genrekollegen von Angel Dust, Deathrow, Iron Angel oder Exumer: In den späten Achzigern zwei vielversprechende Alben raushauen und dann entwickelt man sich irgendwie auseinander und dann die Auflösung. Dann die Neunziger, bekanntlich der (vorläufige) Tod des Metal as we know it. Dann das Comeback in den Nuller Jahren (Ok, nicht bei Deathrow, aber da waren es auch drei Alben...). Dann wird es im Falle von Assassin erst wirklich kompliziert. Also beziehungstechnisch. Denn der Ex-Sodom-Gitarrist Frank Blackfire, der zwischendurch bei Kreator war und inzwischen wieder bei Sodom ist, gehört ebenso zum aktuellen Assassin-Lineup wie Sänger Ingo, der wiederum parallel auch bei Bonded ins Mikro brüllt, einer neuen Band, gegründet von Ex-Sodom-Gitarrist Bernemann und Ex-Sodom-Drummer Makka.
Was diese Beziehungskisten mit der Musik zu tun haben, um die es hier ja gehen soll? Assassin stecken ganz einfach so tief im Personalsumpf des Ruhrpott- Thrash wie das putzige Sumpfmonster vom Albumcover es bereits nahelegt. Das hört man eben. Hier regiert von Anfang bis Ende die gute alte Knüppel-aus-dem-Sack-Schule. Die Einflüsse aus dem Hardcore Punk, früher fast schon ein Alleinstellungsmerkmal bei Assassin, finden sich höchstens noch in der besonders rabiaten Auslegung der reinen Thrash-Lehre wieder, von der kein Fußbreit abgewichen wird. Fast alle Songs ballern im verschärften Uptempo aus den Boxen, einige verschleppte Parts zur Abwechslung gibt es immer erst kurz bevor es dann doch zu eintönig wird. So drischt man sich handwerklich sehr kompetent, ohne Schwachstellen aber eben auch ohne wirkliche Höhepunkte, Song für Song für Song durch ein Album, das die Matten so mancher Oldschool-Thrasher in Dauerrotation versetzen dürfte. Eine grundsolide Veranstaltung also, die vor allem live ihre volle Wirkung erzielen wird.
Dass es Bands gibt, die diesen Sound etwas ideenreicher gestalten, beweist ausgerechnet Sänger Ingo. Denn quasi zeitgleich zu Bestia Immundis erscheint das Debutalbum von Bonded, seiner Zweitband um die bereits erwähnten Ex- Sodomisten, das nicht nur variabler daherkommt, sondern schlicht auch die besseren Songs hat. Wer allerdings die Meinung vertritt, Abwechslung sei für Weicheier und sich morgens zum Wachwerden erstmal den Kopf an die Wand donnert, es kurz gesagt immer voll auf die Zwölf braucht, liegt bei Assassin genau richtig.

Dr Drümmer

4 von 6 Punkten

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