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Festival-Bericht

Wacken Open Air

mit Scorpions, Machine Head, In Flames, Dimmu Borgir, Saxon, Volbeat, Amon Amarth, Ministry, U.D.O., Testament, Overkill, Cradle Of Filth, The BossHoss, Sacred Reich, Gamma Ray, Dark Funeral, Oomph!, Broilers, Kamelot, Napalm Death, Delain, Axel Rudi Pell, Coroner, Sick Of It All, Megaherz, Leaves' Eyes, Skyline, Gehenna, Russkaja, Santiano, Insomnium, Danko Jones, Henry Rollins, Faanefjell, Dead By April, Wölli & Die Band Des Jahres, Hone Your Sense, Kellermensch, The Falling, Amaranthe, Hammercult, Keule, Chthonic, Winterstorm, Mono Inc., Crimes Of Passion, Liquid Meat, Jim Breuer, Kobra And The Lotus, Athonite, W:O:A Firefighters, Volksmetal & Blechblos'n

Wacken, Wacken 01. - 04.08.2012

(Fotogalerien: Wacken2012 )

Ein neues Jahr, eine neue Herausforderung! Nach 23 Jahren im Geschäft sind die Macher des weltweit größten Heavy Metal-Festivals absolute Könner, Routiniers und seit vielen Jahren mit ihrer Veranstaltung nahe an einem organisatorischen Optimum gelegen. Doch es gibt einen Faktor, der bei einem Open Air stets unberechenbar bleibt und selbst den besten Profi in die Bredouille bringen kann: das Wetter.

Wacken 2012

Satte 50 Liter pro Stunde und Quadratmeter hatten das Gelände in den Tagen vor dem Festival in eine Seenlandschaft verwandelt. Die Bilder im Internet verhießen nichts Gutes. Und schließlich riefen die Veranstalter am Wochenende vor der großen Sause dazu auf, nicht bereits am Montag oder gar am Sonntag anzureisen, da die Campingplätze noch nicht befahrbar waren.

Der erste Tag

Wir sind also gespannt, was uns erwartet, als wir uns einmal mehr auf die lange Reise vom Freistaat in Richtung Norden begeben. Wir - das sind Ray, Sebbes und meine Wenigkeit, der Dagger. Kollege Fuxx reist wie gewohnt auf eigene Faust an und versorgt uns von seinem Zeltplatz aus mit Impressionen vom Festival und den gesehenen Bands.

In der Ortschaft Wacken angelangt zeugt nichts von den sintflutartigen Regenfällen der letzten Tage. Alles scheint gut getrocknet zu sein. Ein erster Schock fährt jedoch in unsere Glieder, als wir wegen Überfüllung nicht auf den gewohnten Pressezeltplatz gelassen werden. Stattdessen lotst man uns auf einen deutlich weiter entfernten Überlauf-Zeltplatz, der mit nur wenigen Dixie-Toiletten mehr als spartanisch ausgestattet ist. Auf den Komfort der letzten Jahre gilt es also zu verzichten. Das muss erst mal verarbeitet werden, dabei hilft das erste Dosenbier und schließlich noch ein Fläschchen Scotch, das in Windeseile geleert wird, ehe wir uns (entsprechend gut gelaunt) aufmachen, um das Gelände zu erforschen.

Wacken 2012

Und zu erforschen gibt es heuer einiges! Die Pläne des Festivalgeländes, die man schon vor der Anreise auf der Wackenseite im Netz herunterladen konnte, hatten offenbart, dass einiges umgestaltet wurde. So wurde die W.E.T. Stage aus dem Infield, also dem abgesperrten Bereich mit den Hauptbühnen (True Metal, Black und Party Stage), verlagert und mit der Bullhead City Stage vereint. Beide Bühnen befinden sich nun gemeinsam mit einem Wrestling-Ring im so genannten Bullhead City Circus, einem gewaltigen Acht-Pagoden-Zelt, das mit seinen 110 Metern Länge und 60 Metern Breite Raum für 10.000 Metalheads bietet. Die Vorteile: das Infield wirkt nun ohne W.E.T. Stage deutlich geräumiger, es gibt keine Soundüberschneidungen mehr mit den Hauptbühnen und die Menschenmassen werden besser verteilt. Der Nachteil: zwischen den Hauptbühnen und dem Bullhead City Circus liegen etwa 20 Minuten Fußmarsch, was ein spontanes "Hin- und Herswitchen" zwischen den Bühnen nahezu unmöglich macht. Man muss sich also genau überlegen, was man sich ansehen will und worauf man besser verzichtet.

Ebenfalls neu ist das Thrash Of The Titans Field, gleich neben dem Bullhead City Circus. Dort bekämpfen sich gigantische Roboter aus Stahl, es werden Feuershows von skurrilen Gestalten zum Besten gegeben, und auf einer Ausstellungsfläche kann man sich abstrakte Skulpturen von Metallbaukünstlern ansehen, die nachts beleuchtet werden. Sehr abgefahren, das Ganze!

Eine Konstante seit vielen Jahren ist dagegen der bayerische Biergarten mit seiner Beer Garden Stage. Dorthin verschlägt es uns nun als erstes, um das Loch in unserem Magen zu stopfen. Auf der Bühne sorgt zur selben Zeit die oberbayerische Gruppe Blechblos'n mit gänzlich unmetallischen Klängen für ein heiteres Treiben. Die acht Musikanten verwandeln aktuelle Charthits in zünftige Blasmusik und sorgen somit für originale Bierzeltstimmung. Es ist doch erstaunlich, wie textsicher sich mancher Metalhead erweist, der hier die Lieder mitgrölt. Da soll noch mal einer sagen, unsereins wäre intolerant.

Santiano

Wir verlassen dieses etwas gruselige Szenario und begeben uns zur Wackinger Stage. Diese Bühne in mittelalterlich gestalteter Umgebung gibt es nun auch schon einige Jahre. Sie bietet Raum für folkloristische Vorführungen. Um 22:45 Uhr werden hier Santiano, dem einen oder der anderen vielleicht aus der Fernsehwerbung bekannt, bereits von einer Heerschar an Metalheads erwartet. Als die fünf Seemänner dann loslegen mit ihrer heiteren Mixtur aus Shantys, Irish Folk, Pop und Schlager gerät der Raum vor der Bühne schnell zu einer Partymeile, in der alles tanzt und viele sogar die Lieder mitsingen, während Dutzende Polonaisen durch die Reihen wandern. Diesem Treiben schließt man sich natürlich gerne an, obwohl das ja wieder kein Metal ist. Egal, live funktioniert die Mucke und macht ordentlich Laune und nur darauf kommt es an!
(Dagger)

Es geht so langsam auf Mitternacht zu und somit wird es Zeit, dem wirklich Bösen in die Augen zu schauen: Mambo Kurt! Der Dauergast auf dem Wacken Open Air ist auch heute (und noch öfter in den nächsten Tagen) mit seiner Heimorgel hier und terrorisiert Fans gemütlicher Gitarrenmusik mit Hip Hop und Techno, aber auch mit Slayers "South Of Heaven" im Elka-Sound. Wie immer findet der gemeine Heavy-Metal-Fan an allem Gefallen - man ist ja unter sich - und das komplette Bullhead-Circus-Zelt, singt lauthals "I'm Loving Angels Instead". Mangels Alternativprogramm bleibt einem aber auch gar nicht viel anderes übrig, als sich von Kurt berieseln zu lassen: "I am the only one who looks Hip Hop in the eye", sagt er und feuert Dr. Albans "Sing Halleluja" ins Publikum. Grauenhaft! Immerhin macht er mit "I Was Made For Loving You" und System Of A Downs "Chop Suey!" wieder einiges an Boden gut, dennoch ist zumindest der Redakteur froh, wenn der Spuk irgendwann endlich vorbei ist. Oder doch nicht? Auf der Bühne nebenan startet gerade der Wacken-Luftgitarren-Wettbewerb, bei dem sich betrunkene Wackengäste zum Affen machen können. Da die Darbietungen aber eher wenig Unterhaltungswert bieten, leert sich das Zelt merklich und auch wir machen uns auf den Weg zurück zum Zeltplatz. Im Wackinger-Village müssen wir noch feststellen, dass sogar der Milchshake-Stand sich heute gegen uns verschworen hat und das Volk anstatt mit Manowar- und Metallica-Klassikern mit unsäglichen Beats beschallt. Wo? Wo gibt es hier eigentlich noch Metal? Und wo war jetzt eigentlich noch mal unser Zeltplatz...
(Sebbes)

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