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Konzert-Bericht

Darkest Hour, Bleeding Through, Beneath The Massacre, Carnifex, War From A Harlots Mouth, Arsonists Get All The Girls & Success Will Write Apocalypse Across The Sky

Backstage, München 03.05.2009

Eine Stadt, ein Event, ein Laden, sieben Bands und ein Teller Buntes. Kann man mehr in eine Wundertüte packen als sieben Bands? Ich glaube nicht. Letzten Sonntag hat man das gemacht und Fazit bleiben gespalten wie Zunge von Schlange.

Auf der Thrash and Burn Tour, die ihren Weg auch in das Backstage gefunden hatte, gaben sich die Bands Darkest Hour, Bleeding Through, Beneath The Massacre, Carnifex, War From A Harlot's Mouth, Arsonists Get All The Girls und Success Will Write Apocalypse Across The Sky (also wenn das kein Name ist!) ...jetzt habe ich den Faden verloren... ach ja... die Ehre.
SWWAATS (Nochmal tippe ich den Namen nicht! (Copy und Paste, mein Freund! - Kara)) spielten leider nur knapp 15 Minuten, was aber bei der Menge an Bands nicht verwunderlich war. Geile Mucke, mieses Rumgepose. Verbalausfälle eines Sängers gegenüber dem Publikum sollten nie in das Repertoire einer guten Band gehören, nur weil es ihr nicht gelingt als Vorband die Massen zu mobilisieren. Angehört und abgehakt.

Arsonists Get All The Girls bewiesen, dass sie ihr technisches Gehudel auch live ordentlich drauf haben. Herrlich grenzdebil auch ihr musikalischer Einsatz von Synthesizern, die einen teilweise bis über beide Ohren grinsen, teilweise am eigenen Verstand zweifeln lassen. Definitiv lautete die Devise "Ohren auf beim Metalkauf", denn sehens- und hörenswert waren diese allemal.

War From A Harlots Mouth waren der Act auf den ich mich besonders gefreut hatte und von dem ich auch nicht enttäuscht wurde. Nachdem deren Shouter sein Abenddebut schon bei einem Song von Arsonists Get All The Girls hatte, legte er auch ordentlich Briketts bei der Show seiner Band nach. An sich war das Publikum schon nach der ersten Band soweit aufgetaut, dass man von guter Stimmung sprechen konnte, doch War From A Harlots Mouth entkorkten nun auch den Rest der Flasche.

Nachdem der Boden für Carnifex bereitet wurde, gingen diese auch ordentlich ab und brutzelten eine ordentliche Playlist runter. Schön druckvoll kam das Material rüber und auch dem Publikum schien es zu gefallen. Circle Pits noch und nöcher.

Verdammt schnell und technisch legten Beneath The Massacre los, bei deren Fingerflug man kaum noch nachkam. Für meinen Geschmack etwas zu monoton das Songmaterial, aber wer es aufs Maul braucht, der geht bei den Jungs auch live nicht ohne nach Hause. Einen besonderen Pluspunkt gab es von mir aber dennoch, weil das endlich mal eine Band ist, die sich auch mit nur einem Gitarristen auf die Bühne traut und trotzdem gut aussieht.

Ab jetzt konnte man sagen, dass es wieder etwas strukturierter zuging, denn Bleeding Through spielten auf. Feine Songs, dicker Sound. Besonders der eingespielte Subbass, der einem die Gedärme um die Ohren fliegen ließ, war ein nettes Live-Gimmick. Problem war nur, dass er so exzessiv eingesetzt wurde, dass er nach dem zehnten Mal seinen Reiz verlor. Was Bleeding Through ja so berühmt machte, ich aber nicht verknusen kann, war der - für dieses Genre untypische - Einsatz des pathetischen Synthesizers. Wenn sie den mal wegließen, dann wäre ihre Mucke noch einen Tacken besser. Im Backstage erschloss sich mir allerdings der Sinn dieses Instruments, weil es von einer - ich würde an dieser Stelle gerne schreiben g***** S**, schreibe aber - attraktiven, wohlgeformten jungen Dame gespielt wurde. War ja klar, dass alle Typen nur in ihre Richtung gesabbert haben. Angenehmer Nebeneffekt: Es fiel fast nicht auf, dass Basser und Rhythmusgitarrist die fleischgewordene Salzsäule auf der Bühne sind und sich zu kaum mehr als einem müden Kopfnicken bewegen ließen.

Sympathieträger des Abends war aber klar der Headliner Darkest Hour, die mit einem gelungenen Potpourri an alten und neuen, unveröffentlichten Songs auftraten. Gerockt haben sie und sehr sympathisch kamen die Jungs auch noch rüber. Erinnerte mich fast an everybody's darling Bolt Thrower. Zu schade war es nur, dass man schon nach Band fünf in der Birne so malle war - und das liegt nicht am Alkohol - dass man die letzten beiden Bands nicht mehr in dem Maße genießen konnte, wie man das gerne gehabt hätte. Da stellt sich schon die Frage nach dem Sinn solcher Großveranstaltungen. Auf der einen Seite ist das sicher kosteneffizient und kleinere Bands kriegen auch die Chance mal unter Leute zu kommen, blablabla, aber braucht man das tatsächlich? Ich möchte das bezweifeln.

Alex

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