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Nightwish - Dark Passion Play

Nightwish - Dark Passion Play
Stil: Symphonic Power Metal
VÖ: 28. September 2007
Zeit: 75:37
Label: Nuclear Blast
Homepage: www.nightwish.com

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Ich habe mir mit dieser Review sehr viel Zeit gelassen, da es mir sehr schwer fiel, das in Worte zu fassen, was während dem Anhören der Scheibe in mir vorging. Ich bin zur Wishmaster-Zeit auf Nightwish aufmerksam geworden, habe ein paar Live-Auftritte mitverfolgt, habe die Trennung von Tarja nachvollziehen können und war sehr gespannt auf die neue Stimme.

Und gerade die neue Stimme von Anette Olzon ist für mich ein Wandel, mit dem ich mich schwer tue. Sehr sympathisch wirkt sie bei ersten Interviews und auch ihr Tagebuch auf der Nightwish-Seite liest sich sehr schön. Ich kann sie mir auch wunderbar auf der Bühne vorstellen. Doch fehlt mir in ihrer Stimme das Exklusive, das, was sie aus dem Gros der Gothic-Stimmchen und -Stimmen hervorhebt. Sie schafft einen sehr starken Kontrast zu Tarja und irgendwie fällt es mir gewaltig schwer, es mir vorzustellen, wie sie die alten Lieder darstellen will. Aber das gilt es abzuwarten.

Das Album besticht durch eine gewohnt gekonnte Komposition und vielerlei Einflüssen aus traditionellen Elementen. Was ich vermisse, sind die hervorragenden Stücke, die man sich gesondert vom Rest des Albums immer wieder gerne anhört. "The Poet And The Pendulum", mit dem das Album eröffnet wird, ist ein in der ersten Hälfte des Songs starker Beginn für die Scheibe, das in einem sehr gelungenen Refrain einen echten Höhepunkt besitzt, aber danach verliert es sich stark in der Länge, die mit über 13 Minuten gut auf ein Prog-Album passen würde, da es dann sehr stark vor sich hinplätschert. Ein Lied, das aus dem Album herausragt, ist "The Islander", das stellenweise an die Dubliners und an Jethro Tull erinnert, eine irische Weise die ein sehr angenehmen Ruhepunkt schafft.

Insgesamt ist das Album mit über 75 Minuten zu lange geraten. Es gibt immer wieder Stellen, an denen die Spannung unter der Länge leidet. Auch wenn die Kompositionen weitestgehend gelungen sind, so driftet Nightwish sehr stark in die bekannten und bereits stark besetzten reinen Gothic Metal-Bereiche, da das Fehlen des Besonderen, Tarjas Stimme, ein wesentlicher Erfolgsgarant, (noch) nicht ausgeglichen werden konnte.

Mich hat das Album nicht richtig überzeugt, aber ich will abwarten, was die Zukunft bringt, wie Live-Auftritte werden und wo die Richtung hinweist, in die Nightwish steuert. Einen positiven Moment möchte ich aber noch am Schluss anbringen: Marcos Stimme kann immer mehr überzeugen - die Power tut gut.

Sophos

4 von 6 Punkten

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