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Leprous - The Congregation

Leprous - The Congregation
Stil: Progressive Art Rock Metal
VÖ: 25. Mai 2015
Zeit: 65:45
Label: Century Media
Homepage: www.leprous.net

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Eins vorweg: Wenn ihr euch mit Leprous beschäftigen wollt, dann bringt genug Zeit mit, um euch auf die Musik einzulassen. Gleich noch etwas: Wenn ihr hohe Männerstimmen nicht ausstehen könnt, dann braucht ihr generell schon mal gar nicht weiter zu lesen. Die verbleibende Leserschaft sollte dann auch noch dem Thema Progressive oder Art Rock nicht unbedingt abgeneigt sein, denn die Leprakranken aus Norwegen kredenzen uns einen wilden und düsteren Mix aus Muse, Porcupine Tree und Hirsch Effekt... Erstaunlich oft erinnern mich die Jungs auch an die Münchner Kollegen von Sieges Even, obgleich diese weit weniger düster zu Werke gehen. Die dunkle Ausrichtung von The Congregation kann man schon erahnen, wenn man einen Blick auf das schwarz-grau gehaltene Cover wirft, welches eine Art verschrumpelten Ziegenkörper zur Schau stellt. Mit dem Vorgängeralbum Coal haben sich die Norweger schon zu einem kleinen Geheimtipp in der Szene gemausert und wurden insbesondere von den Kritikern extrem positiv aufgenommen.

Also rein in das Getümmel. Entgegen der Erwartung, dass alles, was aus Norwegen kommt, Black Metal sein muss, zieht einen der hohe Gesang erst einmal aus der Lethargie und hinterlässt einen fragenden Gesichtsausdruck beim Hörer. Gepaart mit den vielen Breaks, dem dichten Hintergrund aus Synthesizern, den cleanen und verzerrten Gitarren und insbesondere dem Schlagzeug, welches auch kleinste Soundgewandlücken gezielt findet und ausfüllt, entsteht eine faszinierende, ungewohnte, aber auch oft verzweifelte Stimmung. Diese wird von den Texten, die meist eher aus Satzfragmenten als aus kompletten Sätzen bestehen, unterstrichen. Fast alle Songs des Albums haben eine extreme Spannungskurve, die oft in einem ruhigen Pulsieren von Synthesizer oder Bass ihren Anfang nimmt und sich dann manchmal sogar bis hin zu Grunts und aggresivem Blast-Riffing steigert ("Rewind", "Slave"). Nach mehrmaligem Hören des Albums eröffnen sich dem Hörer auch ein paar vorzügliche Melodielinien wie etwa bei "Flood" oder "Moon" und die Erkenntnis, dass vieles, was beim ersten Durchlauf noch willkürlich klang, tatsächlich wohlplatziert ist.

Klingt soweit ziemlich gut, oder? Ich kann durchaus nachvollziehen, was Leprous-Fans an der Musik reizt und mitnimmt. Allerdings will der Funke bei mir nicht so richtig überspringen. Wo ist das Problem? Zum einen nerven mich mit der Zeit die hohe Stimme des Sängers und insbesondere die vielen Ohoh- und Ahah-Chöre, die nicht zu knapp in die Songs eingebaut wurden. Zum anderen lege ich die Platte nur selten auf, weil mich das Zuhören so anstrengt. Das, obwohl ich ein großer Fan von den oben genannten, durchaus ähnlich klingenden Kapellen bin. Nebenbeihören funktioniert quasi gar nicht und über die Dauer von 65 Minuten fehlt mir dann doch hier und da die Catchyness. Versteht mich nicht falsch, musikalisch und technisch kann ich an den Jungs nichts kritisieren, einzelne Songs des Albums finde ich überragend (eigentlich fast alle)! Aber die ganze Platte am Stück - harter Tobak. Daher von mir gute vier Punkte... Prog-Fans sollten sich Leprous aber doch mal anhören, vor allem, wenn sie aus der Muse-Ecke kommen.

Sebbes

4 von 6 Punkten

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