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Year Of The Goat - The Unspeakable

Year Of The Goat - The Unspeakable
Stil: Retro / Occult Rock
VÖ: 31. Juni 2015
Zeit: 52:40
Label: Napalm Records
Homepage: www.yearofthegoat.se

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Nachdem die schwedischen Retro Rocker von Year Of The Goat für ihren ersten Langspieler Angels' Necropolis von alles Seiten mit Lorbeeren regelrecht überhäuft wurden, gilt es nun zu beweisen, dass man keine Eintagsfliege ist. Um es kurz zu machen - das Sextett mit dem Faible für Okkultes fasziniert auf The Unspeakable erneut und zimmert weiter an seinem Thron über das wachsende Genre.

Gleich der Opener überzeugt mit eingängigen Riffs und angenehm leicht dahin rollenden Rhythmen ohne einen Zweifel daran zu lassen, dass das Jahr des Ziegenbocks wohl irgendwann in den 1970ern zu suchen ist. Durch Mark und Bein dringt das folgende, leicht progressiv angehauchte "Pillars Of The South", in dem Frontmann Thomas Sabbathis, von Chören gestützt, ungewöhnlich hoch ins Mikro wispert. Überhaupt ergänzen sich seine Vocals - mal beschwörend, mal klagend - ganz vortrefflich mit dem dicht gesponnenen, organischen Sound seiner Kollegen an den Instrumenten. Auf diese Weise entstehen kleine, bittersüße Dramen über dunkle Tiefen, an deren Grund man den bocksfüßigen Schirmherren des neuen Albums vermuten darf.

Sei es das energetische "Vermin", das wehmütige "The Wind" im Gothic-Style oder das auf einem spanisch anmutenden Gitarrenriff dahingaloppierende "Black Sunlight" - sie alle wissen den Hörer zu fesseln. Wer dann den Höhepunkt des eingeschwärzten Dreher im epischen "Riders Of Vultures" mit seinem mächtigen Finale aus diabolischen Chorälen vermutet, der irrt. Denn mit dem zwölfminütigen Monstrum "All He Has Read", das sich in mehrere Kapitel untergliedern ließe und abschnittweise ganz schön heavy durch die Membrane rumpelt, setzen die Schweden am Ende glatt noch einen oben drauf.

Nach 52 Minuten kann, ja muss man Year Of The Goat daher attestieren, in der mittlerweile weit ausgedehnten See des Retro Rock verdammt hohe Wellen zu schlagen. Bravo! Solch eine Bank aus spannendem Songwriting, tollen Melodien und greifbarem Herzblut findet man nicht oft!

Dagger

6 von 6 Punkten

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