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Graveworm - Ascending Hate

Graveworm - Ascending Hate
Stil: Dark Metal
VÖ: 19. Juni 2015
Zeit: 54:58
Label: AFM Records
Homepage: www.graveworm.de
MySpace: www.myspace.com/graveworm

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Ganze 18 Jahre frisst er sich nun schon tapfer durch Erde, Holz und Ohren, der Südtiroler Graveworm, der nach solch langer Zeit in einem sicherlich nicht immer leichten Genre das Prädikat Braveworm absolut verdient hat. Ganz anders als manch ein detailverliebtes, fantasievolles Artwork in der Vergangenheit, wurde für Longplayer Nummer Neun ein deutlich reduziertes Motiv gewählt, das in Kombination mit dem Albumtitel Ascending Hate eine klare Botschaft sendet: hier geht es richtig zur Sache!

Gleich der Opener "The Death Heritage" prescht nach einführenden Akustikklängen aggressiv und wütend nach vorn mit Double-Base und fetten Gitarrenwänden. Graveworm bleiben ihrem ureigenen Stil treu und wüten irgendwo in der Grauzone aus Black, Death und Gothic Metal. Anno 2015 klingen sie aber frisch und entschlossen wie lange nicht. Ob das wohl an der Heimkehr des zehn Jahre lang verschollenen Gründungsmitglieds und ehemaligen Hauptsongwriters Stefan Unterpertinger liegt? Freunde der angriffslustigen Seite der Südtiroler werden sich auf jeden Fall darüber freuen, dass die bei Fragments Of Death weitestgehend abhanden gekommenen Screams nun wieder häufiger zu vernehmen sind. Freilich werden auch weiterhin Akustikparts zwischen die Riffs gestreut und Pianoklänge über das treibende Schlagwerk getröpfelt, in Summe ist Ascending Hate aber doch ein ganz schön böses Gitarrengewitter. Wo der Midtempo-Stampfer "Blood Torture Death" mit seinem prächtigen Titelmotiv noch stark an Hypocrisy erinnert, hat das brutale "Downfall Of Heaven" eine ordentliche Dosis Old School Death getankt. Andernorts stößt man auf schwarzmetallisch-hymnische Passagen oder ruhigere, eher gotisch Klänge, wie etwa in "Stillborn". Wer sich das DigiPack leistet bekommt mit Jon Bon Jovis "Runaway" außerdem noch eine von Graveworms berühmt-berüchtigten Coverversionen um die Ohren.

Ascending Hate wurde in den Münchner Dreamsound Studios einwandfrei produziert und mit einem druckvollen Sound veredelt. Fans der Band können sich auf viele eindringliche Melodien, auf spannende und mitreißende Momente freuen und brauchen Aussetzer nicht zu fürchten. Das Album kränkelt aber wie schon seine Vorgänger daran, dass ein herausstehender Hit - zumindest unter den Eigenkompositionen - schwer zu finden ist.

Dagger

5 von 6 Punkten

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