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Gorefest - Soul Survivor / Chapter 13 - The Ultimate Collection (Re-Release)

Gorefest - Soul Survivor / Chapter 13 - The Ultimate Collection (Re-Release)
Stil: Death Metal / Death `N´ Roll
VÖ: 2015
Zeit: CD1 77:15 - CD2 76:58
Label: Metal Mind Productions
Homepage: www.gorefest.nl
MySpace: www.myspace.com/gorefest

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Teil zwei der Gorefest-Re-Releases via Metal Mind Productions bilden die beiden Alben Soul Survivor (1996) und Chapter 13 (1998), welche in dieser Kombination 2005 auch schon von Nuclear Blast in remasterter Fassung auf den Markt gebracht wurden. Beide Alben genießen eine Sonderstellung in der langen Diskographie der Niederländer, markierten sie schließlich einen stilistischen Wendepunkt. Plötzlich spielten Gorefest nicht mehr "nur" Death Metal, sondern ließen eine ordentliche Portion trockenen 70er Jahre Hard Rock der Marke Thin Lizzy in ihre Mucke mit einfließen. So begann "Freedom", der Opener von Soul Survivor, doch glatt mit bluesigen Slidegitarren, ehe sich rockender Groove und schwere Riffs die Klinke in die Hand drückten. Dazu legte Frontmann Jan-Chris deutlich mehr Stimme in seine kraftvollen Growls, als man es von den Anfangstagen der Band her kannte. Ein mutiges Unterfangen, diese klare Neuausrichtung, die der Band von vielen Fans der ersten Stunde auch ganz schön übel genommen wurde. Aber sind wir mal ehrlich - mit Soul Survivor hatten Gorefest etwas Ureigenes geschaffen, das fortan Death'n'Roll getauft wurde und in dieser Konsequenz vorher kaum zu finden war. Einen Song von Soul Survivor oder Chapter 13 erkennt man mühelos unter hunderten! Dazu kommt noch, dass gerade Soul Survivor nur so strotzte vor Kreativität und Spielfreude. Ob "River", "Electric Poet", "Demon Seed" oder der Titeltrack - alles herausragende Nummern inkl. erstsahniger Gitarrensoli, die schnell ins Ohr gehen! Als Beigabe für CD 1 gibt es noch die MCD Freedom, die den beiden Alben 1996 vorangegangen war und mit ihren beiden Nummern "Tired Moon" und "Goddess In Black" den Kurswechsel bereits angekündigt hatte. Das knapp siebenminütige, klanggewaltige "Goddess In Black" mit seinem opulenten Synthesizer-Einsatz nimmt dabei eine absolute Sonderstellung im Kosmos von Gorefest ein. Am Ende gibt es noch die Soul-Survivor-Demos und fertig ist Scheiblette numero uno.

Das 1998er Werk Chapter 13 rockte zwar immer noch ganz ordentlich, jedoch waren die deutlichen Referenzen an die 1970er wieder etwas zurück geschraubt worden. Trotz einer Reihe amtlicher Kracher ("Chapter 13", "Burn Out", Super Reality") konnte das Material nicht ganz mit dem von Soul Survivor mithalten. Hatte man sich ursprünglich noch erhofft, mit Chapter 13 neue kommerzielle Türen zu öffnen - schließlich war man im Vorprogramm von Judas Priest mit dem Album unterwegs - blieben die Verkaufszahlen weit hinter den Erwartungen zurück. Die Enttäuschung war nicht ohne Auswirkung auf das Bandgefüge und Chapter 13 sollte für lange Zeit das letzte Lebenszeichen von Gorefest bleiben. Als Bonus gibt es die Chapter-13-Demos, dann ein bislang unveröffentlichtes und durchaus reizvolles Electro-Remix des Titelstücks von der Band Miscellaneous. Zuletzt laufen noch drei Live-Songs, mitgeschnitten auf dem Dynamo Open Air von 1996.

Aufbereitet wurde das üppige Paket (38 Titel!) im schicken Doppel-DigiPack mit zwei goldenen Discs - natürlich limitiert auf 2000 Einheiten und handnummeriert.

Dagger

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