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Virtue Concept - Blaze

Virtue Concept - Blaze
Stil: Deathcore
VÖ: 28. November 2014
Zeit: 33:46
Label: Swell Creek
Homepage: www.virtueconcept.blogspot.de

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Keine Vorwarnung, keine Gnade! Chaos, aber mit Methode, liefern die Regensburger Virtue Concept ab der ersten Sekunde ihres zweiten Albums Blaze. Für ihre hoch technische Mixtur aus Modern Metal und Deathcore, gespickt mit inbrünstig herausgewürgten Screams und Shouts, braucht es schon den eingefleischten Genrefan und Technikliebhaber. Dass für diese Spielart ein Höchstmaß an Fingerfertigkeit gefragt und bei Virtue Concept auch vorhanden ist, wird vermutlich niemand bestreiten. Die halsbrecherische, fast schon mathematisch kalkulierte Riff- und Drum-Akrobatik hat jedoch auch ihren Preis: Freunde von Melodie und Spielfluss müssen eines ums andere Mal mit anhören, wie ihre liebsten Stilelemente von unzähligen Breaks noch im Keime erstickt, ja regelrecht zerhackstückelt werden. Auch den amtlichen Mosh-Parts, denen man immer wieder begegnet, geht es da nicht anders. Eine Ausnahme glaubt man zunächst in der Nummer "Farewell" gefunden zu haben, die nach ihrer Synthesizermelodie regelrecht hymnische Züge annimmt. Lange dauert es jedoch nicht, da fällt auch dieser Anflug von Harmonie dem Hackebeil zum Opfer. Anspruchsvoll agieren Virtue Concept auch auf textlicher Ebene. Verpackt in eine klinische Produktion tritt die standesgemäße Sozialkritik am deutlichsten im Stück "Wild Wild Web" zu Tage, wo Internet-Mobbing und die in sozialen Netzwerken ausgelebte Geltungssucht an den Pranger gestellt werden.

Fazit: Virtue Concept machen es dem Hörer nicht einfach und sind von Easy Listening in etwa so weit entfernt wie der Oberpfälzer Dialekt von einem gepflegten Hochdeutsch. Trotz einiger Anläufe will Blaze bei mir nicht so recht hängen bleiben und bei extremen Auswüchsen, wie etwa in "Soul Eater", bleib ich gänzlich auf der Strecke. Wie heißt es doch so schön? Ist es zu hart, bist du zu... Vermutlich ist es bald so weit.

Dagger

3 von 6 Punkten

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