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Kilmara - Love Songs And Other NIghtmares

Kilmara - Love Songs And Other NIghtmares
Stil: Melodic Power Metal
VÖ: 2014
Zeit: 62:00
Label: Sony Music
Homepage: www.kilmara.net
MySpace: www.myspace.com/kilmara

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Mit dem dritten Album einer Band trennt sich oft die Spreu vom Weizen. Mancher Kapelle gehen dabei die Ideen aus oder man verkracht sich anderweitig. Aber in diese Kategorie gehört die in Barcelona angesiedelte Band Kilmara angesichts der Weiterentwicklung, die sie auf Love Songs And Other Nightmares zeigt, sicherlich nicht. Ganz im Gegenteil, die Songs auf dem Album klingen so frisch, ungezwungen und direkt, als würde sich eine Art Blockade in den Köpfen der Protagonisten gelöst haben, die man eben einmal überwinden muss, um zum Griff nach den Sternen auszuholen. Das macht auch gleich der Opener "Fantasy" mit seinem treibenden Riffing und einem melodiösen Refrain, der mit für Kilmara untypischen Grunts garniert wurde, klar. Die überraschende Entdeckungsfreude, gerade auch außerhalb der eigenen Schublade, und die Detailverliebtheit sind es, die auch bei den folgenden Songs zu gefallen wissen, ohne den Hörer dabei zu überfordern. Dabei sind es immer noch die kompakten und klaren Songstrukturen kombiniert mit melodischen Refrains und die Regeln des klassischen Melodic-Metals, auf denen Kilmara ihre Songs aufbauen. Während "The Devil's Eye" mit seiner düsteren Rhythmik und dem Gesang an Megadeth erinnert, kann man sich bei "Believe" und "Usual Strangers" mit ihren ohrwurmartigen Refrains schon Chöre in Stadiongröße vor dem geistigen Auge vorstellen. In fast allen Songs lassen sich schöne Maiden-Double-Gitarren-Leads ausmachen, "Alpha" überrascht mit einem Viking-Intro, das zwar bald wieder in straighten Power Metal übergeht, aber nur, um im Refrain wieder aufzutauchen, und das wirre "Insomnia" liefert den Rahmen, um auch mal mit ungewohnten Taktmustern und Stimmexperimenten zu spielen. Annihilator und Edguy lassen hier grüßen. Trotz der vielen Parallelen gehen Kilmara aber ihren eigenen Weg und es ist dann vor allem Sänger Chris Wolf, der den Songs einen eigenen Stempel aufdrückt und so für Wiedererkennungswert und ein eigenes Trademark sorgt.

Dem Titel entsprechend bekommt man lyrisch einen ganzen Berg Beziehungskisten um die Ohrwascheln geblasen. "The Break Up" geht dabei so fröhlich, straight und stampfend nach vorne los, dass man meinen könnte, Trennungen seien etwas Tolles. Die Single "Cold Rain" dagegen, die ebenfalls mit spannenden Riffs und einem dynamischen Wechsel zwischen gefühlvollen und impulsiven Arrangements um die Ecke kommt, lässt Raum für eine gewisse Theatralik, die einem auf der Scheibe immer wieder (und insbesondere auch in der finalen Ballade "Time Flies") begegnet. Ja, es gibt auf dem Album allerhand zu entdecken und da Herr Grapow (Masterplan/Helloween) sich wieder um die Produktion gekümmert hat, gibt es auch an der druckvollen Aufnahme nichts zu meckern. Ich denke, ihr habt gemerkt, dass mir das Zeug auf der Scheibe gut gefällt, und das dürfte allen Fans von klassischem, melodischem Metal ähnlich ergehen.

Sebbes

5 von 6 Punkten

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