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Emergency Gate - Infected

Emergency Gate - Infected
Stil: Modern Metal
VÖ: 26. September 2014
Zeit: 39:00
Label: Fastball Music
Homepage: www.emergency-gate.com
MySpace: www.myspace.com/emergencygateonline

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Es läuft gut für die Münchener Band Emergency Gate! Positive Albumrezensionen, Gigs im Vorprogramm gewichtiger Kollegen und in mittlerweile 30 Ländern - das kann sich schon alles hören lassen. Nun kommt mit Infected Album Nummer fünf in die Regale und dessen Cover verspricht, dass hiermit alles in Schutt und Asche gelegt wird - von Berlin über London, Paris bis nach New York!

Tatsächlich ist Infected der bislang heftigste Schlag der bajuwarischen Modern Met'ler. Zwar bleiben die wichtigsten Markenzeichen erhalten - Shouts in allen erdenklichen Stimmlagen in den Strophen, eingängiger Klargesang in den Refrains und ein erstaunliches Händchen für Melodie bei technischer Versiertheit. Der Metalcore-Anteil ist noch ein Stück weiter in den Vordergrund gerückt worden, während frühere Links zu traditionellem Schwermetall klar ins Hintertreffen geraten sind. Ja, der Charme der Frühwerke ist der Band mit der Zeit leider ein wenig flöten gegangen. Dafür versprüht Infected mehr Energie und Spielfreude als je zuvor. "Sons Of The Second", "Revelation" oder "Crushing Down" sind Nackenbrecher vor dem Herrn. Überhaupt steht das Album für Dauerfeuer - ruhig wird es erst am Ende mit der klebrig-süßen Ballade "Peace Of Mind". Man merkt's, da schwingt schon etwas Kritik mit und es kommt noch mehr: oft wirken die Songs überfrachtet, hektisch und beinahe zu Tode produziert. Auch den kurzen Rap-Ausflug im ansonsten formidablen Stück "We Wanna Party" hätte man sich sparen können. Dann ist da noch dieses Keyboard, das sich nach 90er Jahre Dancefloor anhört und immer wieder irritiert. Als hätte die Band das Haddaway-Cover von "What Is Love" nicht hinter sich lassen können!

Wie nennt man die daraus resultierende Spielart nun? Dancefloor + Metalcore = Dancecore = sicherlich nicht jedermanns Sache, den Rezensenten eingeschlossen. Vielleicht hat der in letzter Zeit aber zu viel Retro Rock gehört oder er ist schlichtweg schon zu alt. Dem Album verpasst der ungewohnte Synthesizer jedenfalls eine eigene Note und das ist schließlich auch was wert.

Dagger

4 von 6 Punkten

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