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In Flames - Siren Charms

In Flames - Siren Charms
Stil: Melodic Death Metal
VÖ: 05. September 2014
Zeit: 44:30
Label: Sony Music
Homepage: www.inflames.com

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Wenn schon in ganz München überdimensionale Plakate die Veröffentlichung der neuen Scheibe Siren Charms der Göteborger Institution In Flames ankündigen, dürfte der geneigte Hörer, so denkt man, doch so einiges von der Scheibe erwarten. So ist die Spannung zumindest erhöht, als der Opener "In Plain View" aus den Boxen dröhnt...
...und dieser wird den Erwartungen erst mal voll und ganz gerecht. Die Balance zwischen unterschwellig brodelnden Strophen, in denen Fridens originelle Melodiebögen über typisches In Flames-Riffing dahin wischen, und einem echten Killerrefrain stimmt. Daneben fällt auf, dass die Vocals gegenüber der Vorgänger-Platte Sounds Of A Playground Fading noch mal ein wenig mehr in den Vordergrund gemischt wurden, die Gitarren vor allem von Gelotte dabei jedoch keinesfalls an Durchschlagskraft und Transparenz einbüßen. Richtig gute Produktion, was ja im Nachhinein nicht für alle Alben der Schweden geltend gemacht werden kann. Im Anschluss kommt "Everything Is Gone" recht rüde daher und erinnert mit seinen Uptempo-Parts und Scream-Passagen an die ersten Werke. "Paralyzed" darf dagegen als repräsentativ für den Weg eingestuft werden, den die Band mit Songs wie "Reroute To Remain", "The Quiet Place" oder "Reflect The Storm" eingeschlagen haben - ganz starkes Gitarrensolo, wobei die Riffs im Mittelpart gar an "Only For The Weak" erinnern. Doch lassen sich auf Siren Charms auch ein paar Stücke ausmachen, die den Hörer ein wenig ratlos zurück lassen und irgendwie nicht ganz auf den Punkt kommen, so bspw. "Through Oblivion", das trotz guter Leads nicht ganz zünden will, oder "When The World Explodes", in dem sich Friden zwar so recht auskotzt, der Frauengesang im Refrain und Mittelteil jedoch dem Song alle Schärfe nimmt, sodass er mehr nach Nightwish meets Metalcore klingt. Auch im Titelstück weiß man nicht gleich, wohin die Band hin will...
...dafür stehen mit dem wunderbar ruhig inszenierten "With Eyes Wide Open", dem rockig heavy angelegten "Rusted Nail" und allen voran dem typischem In Flames-Stampfer "Dead Eyes" (jaaaa, da sind sie, die Melodien, die nur so von In Flames kommen können...), ausgestattet mit exzellent auskomponierten, spartanischer instrumentierten Strophen und einem höchst memorablen Chorus, einige Übersongs auf Siren Charms.

Die neue In Flames besitzt dazu reichlich Potential, bei jedem Hördurchlauf zu wachsen, sodass einem die musikalischen Finessen und Feinheiten nicht sogleich auffallen und man sich mit den Stücken näher beschäftigen muss. In etwa spielt Siren Charms in der gleichen Liga wie das starke Sounds Of A Playground Fading und das heißt runde fünf Punkte.

Fuxx

5 von 6 Punkten

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