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Order To Ruin - The Loss Of Distress

Order To Ruin - The Loss Of Distress
Stil: Black / Death Metal
VÖ: 01. Mai 2014
Zeit: 37:15
Label: Eigenproduktion
Homepage: -

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Nach der sehr positiv aufgenommenen EP I Am Death im letzten Jahr melden sich die Münsteraner Order To Ruin nach nur einem Jahr wieder zurück. Die Band wird weiterhin als reines Studioprojekt und Hobby geführt und präsentiert sich anno 2014 erneut mit veränderter Mannschaft. So haben Tieftöner Markus Hosch und Shouter Tobias Müller die Band aus Zeitgründen verlassen; ersetzt wurde der Posten hinterm Mikro von Jens Schönfelder, während Gitarrist Simon Buse den Bass mit übernommen hat.
So verwundert es auch nicht, dass sich Order To Ruin auch musikalisch etwas gewandelt haben. Als erstes markantes Merkmal fällt der Wechsel am Mikro auf. Wo im letzten Jahr noch typischer Death Metal-Gesang präsent war, herrschen nun heisere Vocals, die eher in die Black Metal-Richtung tendieren. Kommt der Opener "Cyber Assassin" noch recht flott und mit einer guten Prise Rotz durch die Membrane, zeigt sich das folgende "The Martian Monarch" deutlich opulenter, majestätischer. Hier ist man wohl in den Epic-Topf gefallen... Spätestens jetzt wird klar, dass Order To Ruin nicht nur in eine Schublade zu stecken sind, nicht umsonst bezeichnen sie sich selbst als Chamäleon. Mächtig auf die Tube wird dagegen bei "The Tale Of The Witches" gedrückt, hier steht die Double-Bass-Maschine nicht still. Nach den Blast-Eruptionen überzeugt der Song zudem durch einen guten Groove. Sehr treibend ist im Gegenzug "Embracing The Coffin" gehalten, ehe bei "Bleeding Heaven" wieder Gas gegeben wird.
Eigentlich ist The Loss Of Distress eine runde Sache geworden... wenn da nicht die etwas drucklose Produktion wäre. Gut, für eine Eigenproduktion ist das mehr als amtlich, aber eine voluminösere Produktion könnte aus so manchem Song noch mehr heraus kitzeln, ich denke hier zum Beispiel an "The Tale Of The Witches". Aber die Band verdient es, unterstützt zu werden, also ordert euch das Scheibchen über die Facebook-Seite.

Ray

4 von 6 Punkten

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