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Necrotted - Anchors Apart

Necrotted - Anchors Apart
Stil: Deathcore
VÖ: 13. Juli 2012
Zeit: 31:42
Label: Supreme Chaos Records
Homepage: www.necrotted.com

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Necrotted sind eine junge Band aus Abtsgmünd, also da, wo früher mal das Summer Breeze stattgefunden hat. Damit auch daher, woher Hackneyed stammen, noch so eine junge Band, die aber bekannter sein dürfte und auch schon ein paar Alben mehr auf dem Buckel hat. So wundert es dann kaum, dass Hackneyeds Phil nicht umhin kam, einen Gastbeitrag auf Anchors Apart beizusteuern.

So ganz enden die Parallelen zwischen den beiden noch immer nicht, denn auch Necrotted ergehen sich im sehr modern angehauchten Todesmörtel, wenn auch eine ganze Kante Core-lastiger. Macht aber nix, solide ist die ganze Sache dennoch geworden, wenn auch nicht überragend originell. Handwerklich überaus kompetent umgesetzt, verwursten die Württemberger auf ihrem Debüt alles, was zu einer zünftigen Deathcore-Scheiblette gehört, bleiben aber durchweg auf der sicheren Seite. So vermeiden sie sowohl positive als auch negative Überraschungen, was zu einem Gesamtprodukt führt, das zwar nirgends enttäuscht, aber auf der anderen Seite auch Schwierigkeiten hat, sich aus der Masse ähnlich gearteter Outputs herauszuheben. Was einen also erwartet, sind melodische Leads, Blast Beats, tiefstes Growling und die unvermeidlichen Breakdowns, die recht geschickt und halbwegs unaufdringlich ins Material gearbeitet wurden. Ganz selten wird der Hörer auch durch eher dünne Clean Vocals belästigt (u.a. "Topple The Titans"), aber diese Geschmacksunsicherheiten sind glücklicherweise sehr rar gesät.

Technisch gibt es wie zu erwarten nicht das Geringste auszusetzen. Die vier Instrumental-Musiker beherrschen ihr Arbeitsgerät gar vorbildlich und der mittlerweile nicht mehr zum Line-Up gehörende Grunzkünstler Michael hat hörbar Eier in der Hose. Auch klanglich ist auf Anchors Apart alles in Butter, modern und wuchtig kracht das Liedgut aus der Anlage, gerade so, wie es sich für eine Platte dieser Couleur gehört. Was sich nicht gehört, ist der doch arg übersichtlich Umfang, gerade mal eine halbe Stunde Songmaterial sind nicht wirklich opulent zu nennen. Nun, zumindest wurden so unnötige Längen vermieden...

Anchors Apart ist ein grundsolides Debüt, das unterhält, dem aber auch noch das ein oder andere Alleinstellungsmerkmal fehlt. Die Technik und der Wille sind da, fehlen nur noch ein paar zündende Ideen, um vollends zu überzeugen.

Hannes

4 von 6 Punkten

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