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Amon Amarth - Deceiver Of The Gods

Amon Amarth - Deceiver Of The Gods
Stil: Death Metal
VÖ: 21. Juni 2013
Zeit: 47:59
Label: Metal Blade
Homepage: www.amonamarth.com

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Übersättigung.
So etwas kann eintreten, wenn man von einer Sache zu viel konsumiert. Ist beim Essen so und kann auch bei Musik eintreten. Mir ging es vor etwa zwei, drei Jahren mit Amon Amarth so. Hauen alle zwei Jahre ähnlich gelagerte, wenn auch wirklich starke Longplayer raus, spielen an jeder Steckdose und sind medial geradezu omnipräsent. Folglich beschloss der Schreiberling, sich eine Zwangspause von den musikalischen Werken der Nordmänner zu verpassen, weswegen das letzte Werk auch ziemlich an mir vorüber ging. Aber die Pause tat gut und der alte Mann verspürt dieser Tage erneuten Appetit nach Wikingerklängen, womit wir auch schon beim aktuellen Werk von Amon Amarth angelangt wären.

Wer das bisherige Schaffen der Mannen um Johan Hegg kennt, findet sich auch auf Deceiver Of The Gods sofort wieder zurecht. Unverkennbar ein Amon Amarth-Album, bietet das aktuelle Werk aber doch die ein oder andere Überraschung. Da wären beispielsweise leichte Thrash-Anleihen wie beim eröffnenden, überaus gelungenen Titeltrack, da wäre die aggressive Härte von "Blood Eagle", einem der knackigsten Stücke der Schweden in den letzten Jahren und da wäre nicht zuletzt der Gastauftritt von Messiah Marcolin beim düsteren, proggig-doomigen "Hel". Trotz dieser zusätzlichen Facetten bleibt die Band sich selbst treu, wovon episch-wuchtige Stücke wie "Shape Shifter" (mein Favorit) oder auch getragen-melancholische Momente wie beim Rauswerfer "Warriors Of The North" zeugen.

Klanglich hat sich auch etwas getan seit dem letzten Studio-Output, denn Deceiver Of The Gods ist das erste Album der Schweden, bei dem Produzenten-Legende Andy Sneap die Finger an den Reglern hatte. Sneaps Herangehensweise äußert sich in einem direkteren Sound, der ein leichtes Live-Feeling aufkommen lässt. So wirkt die Scheibe aggressiver abgemischt als noch z. B. Twilight Of The Thundergod, auch wenn sie nicht ganz so roh klingt wie die Frühwerke der Viking Deather (was mich aber nicht im Geringsten stört). Johan bietet anno 2013 seine bis dato reifste Sangesleistung, auch wenn der Abstand zu den Vorgängerwerken nicht wirklich riesig zu nennen wäre. Der Rest der Kapelle agiert auf gewohnt hohem Niveau, professionell wie immer halt. Das Artwork ist gewohnt martialisch und bunt ausgefallen und die Spieldauer sehr solide, womit sich im Endeffekt ein rundes Gesamtpaket ergibt.

Amon Amarth fahren 2013 ihre gesamte musikalische Bandbreite auf, erweitern diese sogar noch ganz zart und haben damit ein Werk geschaffen, das keinen Fan der Band enttäuschen sollte. Einfach gut.

Hannes

5 von 6 Punkten

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