9 Headbänga online
Reviews (10297)
Navigation
Artikel des Tages
Review:
Darkthrone

Interview:
Cripper

Live-Bericht:
Europe

Video:
Sister
RSS RSS
Atom Atom
 

Review

CDs von Fjoergyn kaufenZur Druckversion dieses ArtikelsDiesen Artikel als PDF speichern

Fjoergyn - Monument Ende

Fjoergyn - Monument Ende
Stil: Avantgarde Black Metal
VÖ: 19. Mai 2013
Zeit: 64:15
Label: Trollzorn
Homepage: www.fjoergyn.de

buy, mail, print

Die einst begonnene Trilogie hat mit dem 2009er Album Jahreszeiten ihr Ende gefunden, nun ist es an der Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Auf einer Kurzgeschichte basierend, vertonen die Thüringer auf Monument Ende die letzten Stunden der Menschheit. Fröhliche Klänge sind demnach nicht unbedingt zu erwarten.

Schon allein das Intro ist recht schwermütig, sogar leicht depressiv angehaucht, ehe verhaltende Klänge die "Betonlethargie" einläuten, ehe der Song mit tiefen, düsteren Klängen erst richtig beginnt. Schon nach den ersten Minuten wird klar, dass Fjoergyn auch anno 2013 ein Album erschaffen haben, das vom geneigten Hörer so einiges an Aufmerksamkeit einfordert... und auch bekommt. Denn die Stücke sind trotz (oder aufgrund) der Länge recht fesselnd und abwechslungsreich geartet. Harsche Gitarrenklänge treffen auf klassischen Bombast, verschmelzen miteinander, driften wieder auseinander und vereinen sich erneut. Das Ganze eingebettet in ein düsteres Endzeitszenario, das musikalisch erschaffen wird. Aggressive Black Metal-Shouts enden hierbei abrupt in zarte, geflüsterte Gesangspassagen, breite Gitarrenwände werden mit Chorälen unterlegt, Melodiebögen finden ihr Ende in Stakkatoriffs. Wahrlich, es passiert allein beim Opener eine Menge, die es zu erschließen gilt. Dabei beschreiten Fjoergyn auch recht progressive Wege, wie beim "Leiermann" deutlich wird, hier paaren sich Melodiebögen mit Dissonanzen vor dichten klassischen Arrangements und eine nette, fast schon kindlich anmutende Gesangsmelodie endet in rasendem Tempo. Daneben gibt es mit "Thanatos" auch noch Treibendes, Forderndes, das auf eine Art Sprechgesang setzt. Keine leichte Kost.
Die Kombination aus Black Metal und klassischer Orchestration erreicht mit Monument Ende klar einen neuen Zenit. Definitiv keine Musik für jedermann, gibt es doch bei jedem Hördurchlauf Neues zu entdecken.

Ray

5 von 6 Punkten

Zur Übersicht
Zur Hauptseite

Weitere Berichte und Infos
Weitere Reviews

© www.heavyhardes.de