Review
Oniromantic - The White Disease
Na das ist doch mal ein netter Titel, so eine Mischung aus Romantik an der Uni oder Yoko Ono? Weitere Recherche ergibt, dass es sich hier um eine italienische Kombo handelt, die 2009 aus den Überresten der Vorgängerformation Stygian hervorging. Die Kollegen Andy Soresina (Gitarre) und Mattia Sciutti (Schlagzeug) holten sich zu dem Zeitpunkt einige geneigten Freunde an Bord und fanden diese in Sänger Mauro Mazzara, Basser Elia Fagnani und Leadgitarrist Silvano Bianchi.
Kredenzt wird gottlob nicht die italienische ahaaa-Dutzendware, sondern schmackig-epischer Power Metal mit symphonischen Einsprengseln.
Gut angerührt und arrangiert, gefällt das Material trotz einiger Komplexität und Sperrigkeit durchaus - Nummern wie "Saturn Hallucination" oder "High Resultion God" sollten allen Freunden des ausladenden Gebarens das eine oder andere zustimmende Lächeln ins Gesicht zimmern. In Zeiten, wo man sich beim Stichwort Italien in erster Linie fragt, ob er denn jetzt bald verreckt, der Euro, ist das doch mal eine gelungene Abwechslung.
Vorheriges Review: Loch Vostok - V - The Doctrine Decoded