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The (Original) Iron Maiden - Maiden Voyage

The (Original) Iron Maiden - Maiden Voyage
Stil: Progressive Rock
VÖ: 27. Juni 2012
Zeit: 58:11
Label: Rise Above Relics
Homepage: -

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Lasst die Toten ruhen! Dieser Leitspruch gilt beim Schafkopf wie im richtigen Leben... und nicht selten auch dann, wenn es darum geht, olle Kamellen der Rock-Musik zu reanimieren. In manchen Fällen haben die Toten jedoch eine interessante Geschichte zu erzählen, so auch in diesem Fall. Mitte der 1960er Jahre formierte sich in Basildon eine Band namens Bum, also Hintern oder Arsch in gut bürgerliches Deutsch übertragen. Lange dauerte es allerdings nicht, da beschloss man aus unbegreiflichen Gründen den Bandnamen besser doch zu wechseln und nannte sich stattdessen The Iron Maiden.

Ganz im Sinne des Zeitgeistes musizierte diese Eiserne Jungfrau eine experimentelle, progressive, aber vor allem ganz schön deftige Mixtur aus Rock und Blues mit psychedelischem Einschlag. Morrison, Hendrix und später vielleicht auch Led Zeppelin mögen hierbei ein Einfluss gewesen sein. 1970 erschien schließlich auf 45" Vinyl das Lieder-Duo "Ned Kelly" und "Falling". Noch im selben Jahr löste sich die Band auf und die Mitglieder versuchten ihr Glück in anderen Kapellen. Die meisten, der unter Maiden Voyage zusammengefassten Stücke werden nun, über 40 Jahre nach ihrer Aufnahme, also erstmals veröffentlicht, wenn ich die Presseinfo richtig verstanden habe. Da es jedoch mittlerweile eine andere Band mit demselben Namen auf dem Markt gibt - die einen oder anderen mögen von ihr gehört haben - musste man sich für das Release eine alternative Anrede ausdenken: The (Original) Iron Maiden.

Sind jene Hintergründe nun Grund genug für eine post-mortale Glorifikation des Materials? Zugegeben, mit den bereits erwähnten Titeln "Ned Kelly" und "Falling", dem leicht im Southern Rock verwurzelten "CC Rider" und der finalen "Ballad Of Martha Kent" haben Iron Maiden ein paar ausgesprochen lässige Songs geschrieben. Der Rest verzettelt sich jedoch ganz gerne in überzogenen bis anstrengenden Instrumentalexzessen und weiß weit weniger zu überzeugen. Erwähnenswert ist noch der Opener "God Of Darkness", der mit seiner finsteren Lyrik zu den Ursprüngen dessen gerechnet werden kann, was heute unter dem Banner Okkult-Rock eine Renaissance erlebt. Freunden dieses Genres, aber auch Hobby-Rock-Historikern sei die Platte ans Herz gelegt. Wenngleich also eine Glorifikation übertrieben wäre, so handelt es sich bei Maiden Voyage doch um ein hörenswertes Album, das mit einigen interessanten Highlights aufwarten kann.

Dagger

4 von 6 Punkten

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