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Jess And The Ancient Ones - Jess And The Ancient Ones

Jess And The Ancient Ones - Jess And The Ancient Ones
Stil: Occult Retro Rock
VÖ: 23. Mai 2012
Zeit: 54:59
Label: Svart Records
Homepage: www.jessandtheancientones.com
MySpace: www.myspace.com/jessandtheancientones

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Zugegeben, bei diesen ganzen Retro-Rock-Kapellen, die gegenwärtig invasionsartig über uns hereinbrechen, bin ich immer etwas skeptisch. Denn in der Regel gefallen mir am Ende die Originale aus den 1970ern eben doch besser als deren selbsternannte Erben, die oftmals nichts anderes liefern als einen lauwarmen Aufguss glorreicher Idole. Von Zeit zu Zeit muss man sich allerdings eines Besseren belehren lassen, wenn wie aus dem Nichts ein neuer Spieler auf dem Feld erscheint und einem vor Augen führt, dass man auch in diesem Fall nicht alle über einen Kamm scheren sollte.

Jess And The Ancient Ones ist ein solcher Spieler. Das siebenköpfige Ensemble aus Kuopio, Finnland, mit Frontdame Jess hinterm Mikro macht natürlich, wie all die anderen auch, keinen Hehl aus seiner Affinität zum Psychedelic Rock der Siebziger. Aber da ist noch viel mehr, nämlich jede Menge 80er Hardrock, und selbst ein wenig Heavy Metal der Marke Iron Maiden blitzt in der Gitarrenarbeit hervor. Was jedoch das Wichtigste ist: die Finnen haben sieben wunderbare Songs geschrieben, die trotz all der Brücken in vergangene Tage frisch und spritzig wirken. Eine doppelt besetzte Leadgitarre, prächtig wummernde Basslinien, das breit gefächerte Synthesizerspektrum und die charismatische Stimme von Sängerin Jess in mittlerer Tonlage bescheren ein dynamisches Klangerlebnis in vielen bunten und manchmal auch dunklen Farben. Vom treibenden Rocksong ("Prayer For Death And Fire"), über die tongewaltige Hymne ("Sulfur Giants"), dezente Western-Anleihen ("Ghost Riders") und eine pianogeführte Bluesnummer ("Devil (In G Minor)") bis hin zum zeitweilig gefühlvoll-balladesken Ausklang ("Come Crimson Death") bietet dieses selbstbetitelte Debütalbum eine große musikalische Bandbreite. Selbst zwölfminütige Kompositionen, von denen es gleich zwei zu hören gibt, vergehen wie im Flug und langweilen zu keiner Sekunde.

Die okkulte Thematik des Albums, basierend auf persönlichen Erlebnissen der Musiker, mag für manche Zielperson einen zusätzlichen Kaufanreiz darstellen, weil Okkult-Rock gerade in der Mode liegt. Wenngleich sich diese lyrische Komponente nur geringfügig in der Musik spiegelt, definiert sie doch unmissverständlich die Marschrichtung von Jess und den Alten: Bands wie The Devil's Blood oder Jex Thoth haben eine mehr als ernstzunehmende Gesellschaft bekommen. Mehr noch - der neue Spieler könnte ihnen sogar den Rang ablaufen.

Dagger

5 von 6 Punkten

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