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Wolfhead - Wolfhead

Wolfhead - Wolfhead
Stil: Stoner/Doom
VÖ: 13. März 2011
Zeit: 36:48
Label: Doomentia Records
Homepage: -

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Bei Graveyard kann der umtriebige Gitarrist J. Bastard seine Vorliebe für Todesblei der alten Schule ausleben. Da dies aber nur eine Facette seine musikalischen Spektrums zu sein scheint, braucht der Herr auch noch andere Felder, die er bestellen kann und so gründet er 2008 halt flugs eine neue Kapelle namens Wolfhead, in der er gänzlich andere Töne anschlagen kann.

Andere Töne heißt in diesem Fall, dass sich diese Band stilistisch gar nicht so einfach festlegen lässt. Eine mit Stoner-Feeling angereicherte Doom-Basis bildet zwar das Fundament des Sounds der Iberer, aber es tun sich im Laufe der Zeit viele weitere Facetten vor dem aufmerksamen Hörer auf. So glänzt das treibende "Cul De Sac" mit einer gehörigen Motörhead-Schlagseite, während das folgende "Sons Of Asgard" anfangs klingt, als wäre der große Quorthon immer noch schöpferisch tätig. Primär wird aber in Richtung verdammte Wüste geschielt und Heroen wie Monster Magnet, Alice In Chains oder auch Black Sabbath Tribut gezollt. Das liest sich jetzt ziemlich wirr und zusammengewürfelt und stellte mich anfangs auch vor große Probleme, der Scheibe etwas abgewinnen zu können. Mit zunehmender Beschäftigung mit dem Tonträger nimmt das Werk aber immer mehr an Kontur an und zeigt sich damit eher als abwechslungsreich denn als konfus.

Die Abmischung ist dabei (wohl bewusst) roh und wuchtig gehalten. Die Riffs donnern fett und geben dem Material die notwendige Kraft, während sie die Rhythmusgruppe dezent zurück hält und in den Dienst der Sache stellt. Dafür gibt es ein ums andere Mal feine Soli und Leads zu bestaunen, während Sänger Ivan eine passend raue und kehlige Stimme sein eigen nennt, die perfekt zur Musik passt, die er aber auch überraschend gut zu variieren weiß, wie sowohl die Lemmy-Hommage beim erwähnten "Cul De Sac" als auch die recht gefühlvolle Performance beim gelungenen Pink Floyd-Cover "Wish You Where Here" beweisen. Das Artwork ist nett anzusehen, der Umfang des Outputs dagegen eher minimalistisch gehalten.

Ja, ich habe mir zuerst verdammt schwer getan mit Wolfhead, einfach ist der Zugang zum Material nicht wirklich. Wer aber die Geduld aufbringt, vor dem öffnen sich recht vielschichtige Songs, die mindestens eins sind: Cool.

Hannes

4 von 6 Punkten

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