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Formloff - Spyhorelandet

Formloff - Spyhorelandet
Stil: Progressive Black Metal
VÖ: 12. März 2012
Zeit: 53:27
Label: Eisenwald Tonschmiede
Homepage: -

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Heutzutage avantgardistische Ansprüche in Form einer Erweiterung des blackmetallischen Spektrums zu stellen, dürfte sich zumindest als schwierige Aufgabe heraus stellen. Zu viele Bands tummeln sich mittlerweile auf dem Marktplatz und die meisten Grenzen scheinen ausgelotet. Dass Ausnahmen die Regel bestätigen, haben u.a. beispielsweise Shining mit ihrem Blackjazz bewiesen. Die Norweger Formloff versuchen nun, ihre atmosphärisch-düsteren Szenarien mit "der nackten Wahrheit" über Defizite der Gegenwart textlich (in Norwegisch) auszugestalten. Zu Avantgardisten, zu einer Vorhut macht einen solches aber noch lange nicht.
Die neue Scheibe Spyhorelandet könnte zwar bei allen Liebhabern jener Spielart des Black Metals, die im Grenzgebiet zu Uralt-Gothic und Dark Metal liegt, gefallen finden, darüber hinaus dürfte es jedoch schwer werden. Denn recht zäh wälzen sich Kompositionen wie das Eröffnungsstück "Det Dritet Som Renner Ut I Ua" (wenn auch kurz durch eine Blastbeat-Salve durchbrochen) oder "Den Gamle Jorda" aus den Lautsprechern. Um nicht falsch verstanden zu werden: es wird auf der Platte auch bzw. sogar größtenteils Tempo gefahren wie zum Beispiel in "Faen!", "Mig Og Drit" (coole Hammond-Einsprengsel) oder "Kon-tiki Museet Brenner" (hier erweist sich jedoch der Männerchor als Missgriff) und dann und wann blitzen sogar genialistische Wendungen und Einfälle bspw. in Form irrer Gitarren-Soli ("Skaeven") auf. Summa summarum muss von daher konstatiert werden, dass Spyhorelandet durchaus Potential besitzt, aber am Ende sehr, sehr schwer verdaulich bleibt.
Aber: letzteres muss nicht unbedingt negativ gemeint sein. Sperrigkeit gegen Normen, in diesem Fall Hörgewohnheiten, war schon immer ein Indiz für Innovation. Ganz neu ist das, was auf der Platte dargeboten wird, sicher nicht, also auch nicht avantgardistisch, interessant jedoch in jedem Fall; und hört man sich frühere Demos der Band an, absolut konsequent.

Fuxx

4 von 6 Punkten

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