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NewBreed - NewBreed

NewBreed - NewBreed
Stil: Progressive Metal, Düster Rock
VÖ: 20. Juni 2011
Zeit: 45:45
Label: Metal Mind Productions
Homepage: www.newbreed.metal.pl

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Einen sehr, sehr garstig-sperrigen, düster-proggigen Bastard haben sich da Tomasz Wolonciej (Voc., Git.), Szymon Fiuk (Git.), Stanislaw Wolonciej (Drums) und Jaroslaw Gacek (Bass), zusammen unterwegs unter dem Namen NewBreed, aus den Rippen geschnitten. Seit 1999 sind die aus Bielsko-Biala stammenden Polen bereits quer durch die Lande unterwegs und bringen es inklusive der neuen nach der Band betitelten Scheibe mittlerweile auf drei Langrillen, eine DVD und diverse Demos und EPs. Die gemeinsamen Jahre des Musizierens merkt man den Kompositionen an: hier zockt eine gut aufeinander eingespielte Combo, die recht genau zu wissen scheint, wohin sie mit ihrer Mucke will bzw. wie diese zu klingen hat.
Mit Beschreibungen tut man sich nicht leicht. Kyuss sind ab und an herauszuhören, auch oder sogar noch mehr Tool, aber daneben können genauso solche Bands wie Project Pitchfork, gar Disbelief und Alice In Chains als Referenz herhalten.
So nimmt die Platte ihren Anfang mit vertrackten Drum-Beats, genauso zappeligen Gitarrenriffs mit diversen Distortion-Einlagen, einem sphärisch wabernden Mittelteil und recht dissonanten Melodiebögen: der schwere Auftakt firmiert unter "How It Was To Be". Daran schließt sich "The Forever Spring", das etwas vehementer nach vorn weg schreitet, dann und wann sogar galoppiert. Layne Staley hätte hierbei sicher seine Freude gehabt; nicht nur weil Sänger Tomasz in etwa die gleichen Klangfarben wie Erwähnter in der Stimme führt, sondern weil die Overall-Atmosphäre, sich bedrohlich den dunkelsten Alice In Chains-Momenten wie "Angry Chair" oder den Songs von Jar Of Flies annähert - allerdings, soviel muss gesagt werden, mit ordentlich Schub dahinter. Klasse auch die zweistimmig eingesungenen Parts beispielsweise im mit allerlei elektronischen Spielereien angereicherten, fast ohne Drums auskommenden, völlig verhallten und an böse Pink Floyd erinnernden "When I Admire The World". Den Disbelief-Bezug gibt's dann etwa in "After All This Time" zu hören; weniger vom Gesang her, sondern von der Produktion der Gitarren und dem sich durch kleine Schritte eines stetigen Auf und Abs steigernden Arrangement.
Puuh, schwere Kost in der Tat; alles andere als leicht zu konsumieren; was für Winternächte, in denen die Heizung nicht funktioniert, aber ohne Zweifel mit ästhetischem Mehrwert.

Fuxx

4 von 6 Punkten

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