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Krissy Matthews - Hit The Rock

Krissy Matthews - Hit The Rock
Stil: Blues, Blues Rock
VÖ: 27. Mai 2011
Zeit: 60:21
Label: Rock The Earth
Homepage: www.krissymatthews.com

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Ohne Mario Götze wäre der BVB diese Saison kaum Meister geworden. Da wird wohl niemand widersprechen. Die Leistungen des 18-jährigen, der im schwarz-gelben Mittelfeld Regie führte, trugen erheblich dazu bei, dass Kloppos Jugend-Forscht-Projekt am Ende die Salatschüssel überreicht bekam. Doch sprechen wir in Verbindung mit Götze von der Bezeichnung "Wunderkind"? Weniger. Denn der Begriff führt immer eine leicht negative Konnotation mit sich und oft entsteht das Bild eines sozialen Außenseiters, der in einem bestimmten Fachbereich es eben schon in jüngsten Jahren zur Meisterschaft gebracht hat. In der Musik wird der Titel öfter herangezogen. So auch im Falle des Halb-Briten/Halb-Norwegers Krissy Matthews, der, ebenfalls 18 Jahre zählend, seit einem ersten Gig mit John Mayall and the Bluesbreakers beim norwegischen Notodden Blues Festival 2002 (da war er gerade mal 12!) als eine der größten Nachwuchshoffnungen im Bluesbereich gilt. Die negative Konnotation kann man nach eigener Aussage vergessen, denn der Gitarrero nennt den Blues sein Lebenselixir, das, was ihm am meisten Freude bereitet.
Solches hört man ohne jeden Zweifel auf seiner neuesten Platte Hit The Rock; bereits seine vierte Fulllength nach Influence (2005), No Age Limit (2007) und Allen In Reverse (2009). Eingespielt zusammen mit seinem Vater Keith Matthews (Bass), Mikey Dean Smith (Drums) und erstmals Charlie Coombes (Organ, Piano) zündet das Album eine Blues-Rakete nach der anderen. Matthews Stil lässt zwar durchaus Spuren der Altmeister Muddy Waters, und sobald eine Harmonika zum Einsatz kommt, Little Walter erkennen, nachhaltig beeinflusst scheint er jedoch von Eric Claptons Spiel bei The Cream, Rory Gallagher und allen voran dem unsterblichen Jimi Hendrix. Letzteres wird überdeutlich in furiosen Stücken wie "Sweet Loving" oder dem an Hendrix' "Highway Chile" oder "Spanish Castle Magic" erinnernden "Time Machine". "When Times Were Hard" und "Too Much" dagegen schippern - allerdings immer eigenständig - in einst von Clapton mit "Sunshine Of Your Love" oder "Politican" ausgehobenen Bahnen. Andere absolute Höhepunkte, bei denen Matthews seine Flitzefinger auf unglaublich geniale Weise in den Dienst des jeweiligen Songs stellt, wären "All Night Long" oder das wild mit Country- und Rockabilly-Einflüssen spielende "Mystery Train".
Eine erstklassige Scheibe, auf der lediglich die Neueinspielung des Stones-Klassikers "You Can't Always Get What You Want" und das ein wenig abgedroschene "Second Class Zone" (Puristen mögen mir widersprechen) ein wenig abfallen und auf der fast ausnahmslos die Sonnenseite des Blues zur Darstellung gelangt. Wunderkind oder nicht: Krissy Matthews hat auf alle Fälle den Blues - ein Ballgefühl der ganz besonderen Sorte.

Fuxx

5 von 6 Punkten

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