12 Headbänga online
03.08.2019 Slayer (busfahrt Von München)
23.08.2019 Metallica
01.10.2019 Alice Cooper
11.10.2019 The Sisters Of Mercy
19.10.2019 Knorkator
25.10.2019 Jane
Reviews (10054)
Navigation
Artikel des Tages
Review:
Virtue Concept

Interview:
Bible Of The Devil

Live-Bericht:
Taake

Video:
Lillian Axe
RSS RSS
Atom Atom
In eigener Sache

Valid XHTML 1.0 Transitional

Valid CSS!

Valid RSS

Valid Atom 1.0

 

Review

CDs von Wiener Blut kaufenZur Druckversion dieses ArtikelsDiesen Artikel als PDF speichern

Wiener Blut - A Gsunde Watschn

Wiener Blut - A Gsunde Watschn
Stil: Melodic Hard Rock
VÖ: 2010
Zeit: 52:04
Label: Eigenproduktion
Homepage: www.wienerblut.eu

buy, mail, print

Grias eich, Servus und Baba. Drei Jahre nach dem ersten Schnitt tropft hier wieder frisches Wiener Blut. Waren sie davor noch Unabhängig, bekommen wir nun also A Gsunde Watschn. Das wird auch schon auf dem Cover adäquat umgesetzt, wollen wir also mal sehen was die Musik dieses Mal zu sagen hat.

Dass das Trio eine gesunde Portion Humor besitzt, zeigt gleich schon mal der Opener, der gleichzeitig den Titeltrack darstellt. Schön direkt und als klare Ansage zu verstehen. Genauso wie "Rockerbraut". Thematisch ein Liebeslied, aber aus den Boxen schwitzt der Rock'n'Roll und um den heißen Brei herum zu singen, klingt definitiv anders. Die erste Sozialkritik feuert "Computerdeppat" ab, welches mit dem Windows-Startsignal beginnt und die Spielsucht klar herausstellt. Aber nach so viel Sex, Drugs und Rock'n'Roll ertönt mit "S'Foto" eine Ballade, die sehr melancholisch und nachdenklich klingt. Lang hält das allerdings nicht an, denn mit dem treibenden und wütenden "Schleich Di" gibt es die nächste Backfotzn. "Opfer Der G'Söllschoft" ist die nächste thematische Keule, Kindesmisshandlung und -prostitution ist das zentrale Thema, über das man als Hörer auf jeden Fall mal nachdenken sollte, denn das geht wohl jeden etwas an, wie auch Sänger Ingo Rahn im Refrain bestätigt. Alpträume gibt es bei dem schleppend-doomigen "Süsse Träume", jedoch nicht was das Lied betrifft, sondern den Songtext. Geradeaus geht es wieder bei "An So An Tog" und erst Recht bei "Kasperlmania", welches den ganzen Castingwahn thematisiert. Leichte Punkeinflüsse dürfen bei "Des Glück Is A Vogerl" ertönen während rifflastiger Heavy Rock bei "Des Schlechte G'wissen" zelebriert wird. Mit dem Instrumental "Endstation" schließen die Wiener das Album ruhig und melancholisch ab.

Im Prinzip ist A Gsunde Watschn die logische Fortsetzung vom Debütalbum. Vielleicht kommen hier noch verstärkt alte Iron Maiden oder teilweise auch Metallica durch, aber Motörhead, Accept etc. bilden immer noch das zentrale Gerüst. A Gsunde Watschn ist textlich ein äußerst interessantes Album geworden, bei dem es sich lohnt auch das tolle Booklet anzuschauen. Vor allen Dingen, wenn Schwierigkeiten auftauchen den Wiener Dialekt zu verstehen. Teilweise könnte das Trio an den Kompositionen noch etwas konsequenter feilen und der Gesang ist, nun ja, immer noch Geschmackssache, aber das soll die Tatsache nicht schmälern, dass hier harter, schnörkelloser Hard Rock gespielt wird, der in Eigenverantwortung sehr authentisch abgemischt wurde und in dieser Form seine Berechtigung verdient hat.

Andi

4 von 6 Punkten

Zur Übersicht
Zur Hauptseite

Weitere Berichte und Infos
Weitere Reviews
Nächstes Review: Gothminister - Anima Inferna
Vorheriges Review: Ignis Fatuu - Neue Ufer

© www.heavyhardes.de