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Helstar - Glory Of Chaos

Helstar - Glory Of Chaos
Stil: Thrash Metal
VÖ: 05. November 2010
Zeit: 54:46
Label: AFM Records
Homepage: www.helstar.com

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Helstar sind seit einigen Jahren wieder 'back in business again', was mich riesig freut, denn Senor Riveras einzige Spielwiese mit Nachhaltigkeit ist und bleibt eben jene Truppe unter dem leuchtenden Stern am texanischen Himmel. Welcher Freund US-metallischer Kost huldigt nicht einer Burning Star, Remnants Of War, A Distant Thunder oder Nosferatu zu jeder Tages- und Nachtzeit? Das ist der Stoff feuchter Höschen weil gieriger Rifforgien der texanischen Art.

Nach einigen Re-Releases, einer Neueinspielung alter Klassiker (Sins Of The Past), gab es mit The King Of Hell nach langer Zeit neue Songs zu hören. Moderner und im Härtegrad angezogen wusste mich der Großteil der Songs noch zu überzeugen, mit Glory Of Chaos bin ich ab Song Nummer drei ("Monarch Of Bloodshed") am schieren (Ver)Zweifeln. Sind das meine geliebten Helstar? Tiefergelegte Vocals, thrashende Riffs und Böllerdrums der Marke Cage bestimmen das Geschehen. Oh oh, das wird ein beschwerlicher Weg durch die komplette Scheibe. Dem Sound fehlen dazu die mittigen Töne, die Drums wurden mit Software verschlimmbessert. Nein, nach "Bone Crusher" benötige ich erstmal eine Verschnaufpause. Werde ich zu alt?

Nein, denn Thrash, Brutal Death oder auch Grindcore landen in meinem Player und werden genüsslich durch die Schmalzträger gejagt. Aber hier? Als würden Iron Maiden ab sofort Nevermore-Riffs mit Slayer-Brutalität in ihr Songwriting betten. Nein, nein und nochmals nein, die Scheibe wird nicht oft freiwillig gehört. "Alma Negra" ist ein Beispiel, wie man brutale Musik unter falschem Namen fabrizieren kann. James Rivera goes Panda Metal!?! Schlecht ist es de facto nicht, nur passt Black Metal-Gekreische zu Helstar wie die satanische Bibel zu Stryper, ergo gar nicht.

So sehr ich Mr. Rivera als Person schätze, ich denke, aktuell betritt er mit Helstar den falschen Pfad. Schneller, höher (besser: tiefer), weiter passt hier einfach nicht. Ausgewimpt ist er definitiv nicht, aber mit Helstar und dem verspielten Texas Metal der glorreichen Tage Mitte/Ende der Achtziger Jahre hat man anno 2010 rein gar nichts mehr am Hut. Manche begrüßen dies, ich reihe mich bei den enttäuschten Freunden ein. Das Beste an der Platte ist das starke Remake des Scorpions-Klassikers "Animal Magnetism" mit seinem fast schon doomig zu nennenden Anstrich. Wohlwollende zwei Pünktchen. Auf den Schrecken eine Fuhre Remnants Of War mit einem kühlen Hefe. Ah, gute alte Zeit, früher war nicht alles aber doch einiges besser...

Siebi

2 von 6 Punkten

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