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Odyssey - Reinventing The Past

Odyssey - Reinventing The Past
Stil: Hardrock
VÖ: 22. November 2010
Zeit: 51:12
Label: Vic Records
Homepage: -

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Wenn ich mal wieder ein Cover-Album in den Händen halte, fallen mir unweigerlich so böse Begriffe wie "kreativer Stillstand", "Lückenfüller" oder gar "Beschäftigungstherapie" ein. Und wenn diese Unterstellungen bei einem nicht geringen Anteil solchermaßen gearteter Alben nicht wirklich von der Hand zu weisen sein mag, so liegt bei Dan Swanö die Sache doch anders, denn als unkreativ oder unterbeschäftigt kann man diesen Mann schwerlich bezeichnen.

Auf Reinventing The Past huldigt der Hans-Dampf-in-allen Gassen den Heroen seiner Vergangenheit und interpretiert völlig unterschiedliches Liedgut neu und auf seine Weise. Dass sich bei dieser breiten Streuung an ursprünglichen Musikstilen die Ergebnisse deutlich voneinander unterscheiden, liegt auf der Hand. So beginnt der Longplayer recht brauchbar mit einer Neueinspielung von Rainbows "Eyes Of The World" welches im neuen Soundgewand frisch und unverbraucht klingt. Dabei hält sich Herr Swanö recht eng ans Original, was aber kein Fehler ist, war dieser Song doch schon immer eines meiner Lieblingsstücke von der Down To Earth. Einzig beim Gesang gefällt mir das Original doch deutlich besser, Graham Bonnets Stimme gibt dem Lied einfach mehr Kick. Solider Beginn, der auf mehr Appetit macht, doch selbiger vergeht dem Rezensenten recht schnell bei den Klängen des nächsten Tracks. Das Stück von Plastik-Pop-Prinzesschen Sandra ist im Original schon so unsäglich öde, da helfen auch die knackigen Gitarren nicht, um das Ding zu retten. Na ja, Ausfälle gibt's ja immer und auch wenn "Shake The Disease" (Depeche Mode) kein echter Kracher ist und deutliche Längen aufweist, ist es dennoch wesentlich erträglicher als Sandras Toilettengriff. Die nächsten beiden Songs sind dafür schon in der ursprünglichen Fassung echte Knaller, da kann bei der Neuinterpretation nicht viel schief gehen. Tut es auch nicht, auch wenn mir Dans Gesang auf "Gypsy" eine Spur zu gepresst klingt, um mich vollends zu überzeugen. "Lost Horizons" ist dann wieder einer der Songs der Marke "unauffällig", nicht schlecht, aber auch kein Brecher. Aber mit UFOs "Cherry" gelingt dem Meister dann noch ein versöhnlicher Abschluss. Was heißt hier eigentlich Abschluss, danach gibt es noch ein oder vielmehr drei Schmankerl in Form der Stücke der selbstbetitelten 99er EP, von denen vor allem "Amon-Ra" zu gefallen weiß, aber auch die anderen beiden Tracks sind durchaus gefällig geraten.

Komplett überzeugend finde ich Reinventing The Past nicht, dazu sind einige der Stücke einfach nicht gut genug, sei es schon im Original oder erst in der Neufassung. Trotzdem gibt es genug brauchbares Material auf dem Longplayer, um zumindest eine dezent positive Wertung zu rechtfertigen. Nett...

Hannes

4 von 6 Punkten

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