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God Dethroned - Under The Sign Of The Iron Cross

God Dethroned - Under The Sign Of The Iron Cross
Stil: Death Metal
VÖ: 19. November 2010
Zeit: 36:30
Label: Metal Blade
Homepage: www.goddethroned.com
MySpace: www.myspace.com/villavampiria

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Aha! God Dethroned haben ihr altes Logo wieder ausgegraben! Das gute Stück gab's eigentlich nur auf dem '92er Debüt The Christ Hunt und dann noch mal im Jahr 2000 auf der Liedersammlung The Ancient Ones zu sehen. Also back to the roots? Freunde der Band wissen ja, dass die Holländer in ihren frühen Tagen ganz schön ruppig unterwegs waren. Lassen wir uns überraschen...

Wie schon der Vorgänger Passiondale ist auch Under The Sign Of The Iron Cross wieder ein Konzept-Album über den ersten Weltkrieg geworden. Von lyrischer Seite stehen sich beide Alben also sehr nahe und auch musikalisch lassen sich viele Parallelen finden. Die Zeitreise beginnt mit einem kurzen und unheilvollen Instrumentalstück, während im Hintergrund der Auszug einer deutschsprachigen Rede in Originalaufnahme abgespielt wird. Und ehe man sich versieht, bricht auch schon der "Storm Of Steel" über den Hörer herein: kompromisslos und brachial, zwischen wuchtigen Moshparts und irrwitziger Raserei - das Schlagzeug gleicht den Salven eines MG08. So muss sich ein Opener anhören! Und es bleibt sehr heftig. Denn bei "Firestorm" und "The Killing Is Faceless", beide mit kurzen Gitarrensoli ausgestattet, werden ebenfalls keine Gefangenen genommen. Schon jetzt lässt sich sagen, dass Under The Sign Of The Iron Cross das brutalste Album seit Bloody Blasphemy geworden ist, jedoch schreiten Herr Sattler und seine Gefolgsleute anno 2010 doch eine ganze Ecke versierter zu Werke.

Natürlich hätte man es nicht mit einem God Dethroned-Album zu tun, gäbe es nicht auch hymnische Momente. Die findet man im genialen Titeltrack mit dicken Gitarrenwänden, Blast-Gewittern, einem Henry Sattler, der auch ganz passabel singen kann, ausgedehnter Solo-Arbeit und epischen Keyboards im Ausklang. Es folgen das anfangs bedrohliche, dann aber unerwartet verspielte und melodiöse "Chaos Reigns At Dawn", natürlich alles im High-Speed-Gewand, und das stampfende sowie etwas gezügelte "Through Byzanthe Hemispheres", zu dem sich so richtig schön die Matte kreisen lässt. "The Red Baron", dem deutschen Kampfflieger Freiherr von Richthofen gewidmet, ist nach dem Titeltrack das zweite Album-Highlight und wieder mit sehr hymnischen Elementen und einem prächtigen Gitarrensolo versehen, natürlich eingebettet in grobe Schlächterei, versteht sich. Das Ende beginnt harmonisch mit ausgedehntem Gitarrenspiel. Im Mittelteil von "On Fields Of Death & Desolation" wird noch ein letztes Mal ordentlich Gas gegeben und schließlich beschließen God Dethroned ihr Werk auf melodische, fast schon friedliche Weise.

Nach leider nur 36 Minuten Spielzeit - der einzige Wermutstropfen - lässt sich Under The Sign Of The Iron Cross als logischer und einen Tick heftigerer Nachfolger zu Passiondale identifizieren. Sicher nicht das beste Album aus dem Stall der Holländer, aber vorne mit dabei.

Dagger

5 von 6 Punkten

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