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Tankard - Vol(l)ume 14

Tankard - Vol(l)ume 14
Stil: Thrash Metal
VÖ: 17. Dezember 2010
Zeit: 50:42
Label: AFM Records
Homepage: www.tankard.org

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Wer krakeelt hier "Empty Tankard!" Von wegen Flasche leer! Ganz im Gegenteil: Vol(l)ume 14 der Frankfurter Thrash-Institution klingt, als wären die Herren rund um Andreas "Gerre" Geremia in den berühmt-berüchtigten Jungbrunnen gefallen und jedem dürfte wohl klar sein, dass dort das Wasser durch anderweitige, schärfere, aber auch wohlschmeckendere Flüssigkeiten ersetzt wurde. Oft wird vergessen, dass Tankard schon 1982 am Start waren und so alles, aber auch wirklich alles, was der Metal in den letzten drei Jahrzehnten zu bieten hatte, miterlebt haben und das nicht, ohne selbst bleibende Spuren beispielsweise in Form der Klassiker Chemical Invasion (1987), The Morning After (1988) oder Two Faced (1994) hinterlassen zu haben. Allerdings muss auch betont werden, dass die letzten beiden Outputs The Beauty And The Beer (2006) und Thirst (2008) alles andere als hohe Wellen in der Szene geschlagen haben, was anno 2010 jedoch mit Vol(l)ume 14 durchaus gelingen könnte.
Warum? Tankard reizen ihr ureigenes Repertoire aus wie schon lange nicht mehr und so findet sich auf der Scheibe ein abwechslungsreiches Spektrum Frankfurter Klangkunst. Da wäre der wohl arrangierte Opener "Time Warp" mit seinem lässigen Andy Gutjahr-Intro zu nennen, der sich im Fortgang zum melodischen Thrasher erster Kajüte im Megadeth-Mood entwickelt. Daneben finden sich mit aller Schärfe und dem dazugehörigen hessischen Augenzwinkern die Gesellschaft (oder besser uns alle) anklagende Nummern wie "Black Plague (BP)" oder "The Agency" (anspruchsvolle Rhythmuswechsel zwischen Walzen-Thrash und Galopp-Sequenzen). Aber auch die typischen Partysongs fehlen keinesfalls: "Beck's In The City" und "Weekend Warriors" sprechen diesbezüglich schon im Titel eine deutliche Sprache und haben durchaus das Zeug zu künftigen Live-Granaten aufzusteigen.
Außerdem ist Tankard mit "Rules For Fools" eine der eingängigsten Singalong-Hymnen des Jahres (im Thrash-Sektor) gelungen. Knapp wird die Höchstnote nur verfehlt, da "Brain Piercing Öf Death" und in Teilen "Fat Snatchers (The Hippo Effect)" nicht ganz die Energie und Spielfreude des restlichen Materials versprühen. Dennoch: reife Leistung! Tankard waren, sind (vor allem in dieser Form) und werden hoffentlich noch lange ein nicht wegzudenkender Bestandteil des Metal als solchem sein und live sind sie eh die (Bier-)Macht.

Fuxx

5 von 6 Punkten

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