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Tankard - Thirst

Tankard - Thirst
Stil: Thrash Metal
VÖ: 18. Dezember 2008
Zeit: 44:38
Label: AFM Records
Homepage: www.tankard.org

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Na, was haben wir denn da...?! Tankard! Völlig ausgeschlossen, dass ich mich nüchtern an ein solches Review wagen kann. Immerhin ist es schon nach Mittag, da kann man sich ja schon mal eine Halbe genehmigen, oder? Gesagt, getan! Wer gut aufgepasst hat, wird eventuell mitbekommen haben, dass die Scheibe schon Ende 2008 in den Läden stand, aber durch ein logistisches Problem erst jetzt an meiner Bierflasche wackeln darf. Während ich noch darüber sinniere, ob denn Augustiner das richtige Bier für eine Tankardscheibe ist (immerhin sind Tankard ja aus Frankfurt und sollten somit eher für ein Pils zu haben sein, andererseits hab ich jetzt auch nichts anderes da und ich will nicht extra nochmal zur Tanke und offen ist es ja auch schon), bläst mir ein Song namens "Octane Warriors", der textlich mit der OPEC abrechnet, gewaltig den Schmalz aus den Löffeln. Wow! Überrascht stelle ich fest, dass Tankard einen recht fetten Thrash-Sound auf das Scheibchen gepresst haben.

Spätestens bei dem dritten Song "Stay Thirsty" wird mir klar, dass es völlig egal ist, welchem Bier man sich während einer Tankard-Scheibe hingibt. Der Song, der einen coolen Overkill-Groove besitzt, ist auch ein ganz heißer Kandidat auf eines der fertigsten Videos, die ich je gesehen habe. Frontgröler Gerre mit nacktem Oberkörper, das solltet ihr definitiv nicht verpassen! Als dieser dann auch noch im Lied befiehlt: "We drink a second round", marschiere ich schnurstracks zum Kühlschrank, um mir noch eine Halbe zu Gemüte zu führen. So nimmt der Nachmittag - unterstützt von den zehn Thrashkeulen auf Thirst - seinen Lauf und man muss konstatieren, dass die Frankfurter Saufkumpane kaum erwachsener geworden sind als damals, als sie 1986 ihre erste Scheibe Zombie Attack eingeprügelt haben. Nur der Sound ist besser und die Riffs brettern wesentlich mehr. Der alkoholschwangere, aber trotzdem kraftvolle Gesang passt wie immer perfekt auf die rohe und perfide Songauswahl auf Thirst. Zum Thema perfide: Bei "When Daddy Comes To Play" bleibt mir mein Bier dank des ernsten Themas doch fast im Halse stecken. Auch "Deposit Pirates", das sich mit den Pfandflaschensammlern beschäftigt, kann man durchaus in die gesellschaftskritische Ecke stellen. "MyEvilFart" und "Sexy Feet Under", welches ganz nebenbei eine fette Thrashgranate geworden ist, kommen dagegen eher auf der Spaß- und Trinkschiene angebraust. Wie eh und je veranstalten Tankard mit Thirst ein Trinkgelage erster Klasse für Old-School-Thrasher und alle, die Tankard schon mit ihrer Muttermilch aufgesogen haben.

Sebbes

5 von 6 Punkten

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