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Apocalyptica - 7th Symphony

Apocalyptica - 7th Symphony
Stil: Cello Metal
VÖ: 20. August 2010
Zeit: 50:40
Label: Sony Music
Homepage: www.apocalyptica.com
MySpace: www.myspace.com/apocalyptica

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Da sind sie wieder, die Verrückten, die uns seit Jahren mit ihrem Versuch überfallen, harte Klänge auf Instrumenten zu zaubern, die dafür ja eigentlich nicht gemacht sind (die kulturhistorische Diskussion, dass klassische Musik vor allem in gewissen Ausprägungen sauheavy daherkommt, lassen wir der Einfachheit halber weg, ihr habt ja alle Recht). 14 Jahre ist es jetzt her, dass die Finnen zeigten, dass Metallica, Sepultura & Co. auch auf dem Streichinstrument einen schlanken Fuß machen.

Mittlerweile haben sie die Cover-Phase längst hinter sich gelassen, haben mit Mikko Siren seit 2005 einen etatmäßigen Schlagzeuger und servieren fast ausnahmslos nur noch Eigenkompositionen, die sie dann üblicherweise mit Gastmusikern und Sängern in Szene setzen. Das hat teilweise schon in recht kommerzielle Gefilde geführt, mit Marta Jandova von Die Happy nahm man 2005 sogar am Raabschen Bundesvision Song Contest teil, so dass man erstmal die Top Ten stürmte, und 2007 waren auf Worlds Collide eine Querbeet-Sängerschar von Till Lindemann (Rammstein) über Corey Taylor (Slipknot) bis hin zu Cristina Scabbia (Lacuna Coil) an Bord.

Das gleiche Rezept liegt auch de aktuellen Scheibe zu Grunde, wo man sich mit diversen Zaungästen verstärkt und damit einmal mehr chartorientierte Songs neben düstere, ausladende Kompositionen stellt. So zielen Stücke wie "End Of Me" (mit Gavin Rossdale, ehemaliger Mikroschwinger bei Bush), "Not Strong Enough" (mit Brent Smith von Shinedown) oder "Broken Pieces" (gesungen von Flyleaf-Grazie Lacey Sturm) eindeutig auf den Mainstream, mit eingängigen Strukturen, klaren Kompositionen und überschaubarer Spieldauer. Das ist alles nett, hat aber mit der ursprünglichen Idee, vier Celli völlig abgedreht einzusetzen, fast nichts mehr zu tun, zumal die Instrumente soundtechnisch vollständig auf Gitarre getrimmt sind.

Anders wird das dann bei den epischen, eher klassisch ausgerichteten Instrumentals: hier gibt es finstere Melodien und Atmosphäre en masse. "On The Rooftop with Quasimodo" bringt Melodie, "Sacra" liefert zünftige Melancholie, "Beautiful" ist fein, und der Opener "At The Gates Of Manala" bringen Hochspannung. So hat die siebte Symphonie eigentlich für jeden was zu bieten - und ist in jedem Fall ein weiteres Beispiel, wie innovativ die Jungs immer noch sind.

Holgi

5 von 6 Punkten

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