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Apocalyptica - Worlds Collide

Apocalyptica - Worlds Collide
Stil: Cello Metal
VÖ: 14. September 2007
Zeit: 48:50
Label: Gun Records
Homepage: www.apocalyptica.com
MySpace: www.myspace.com/apocalyptica

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"But when worlds collide, said George Pal, to his bride..." - das ist eine der schönen Zeilen, die die Lippen am Anfang der Rocky Horror Picture Show singen. Das spielt natürlich auf einen Science Fiction-Klassiker an, in diesem Fall When Worlds Collide - zu Deutsch der Jüngste Tag.
Der ist zwar nicht angebrochen, aber wenigstens legen sich die vier verrückten Finnen (gibt's eigentlich auch normale Finnen?) auf ihrer aktuellen Scheibe derartig ins Zeug, das Armageddon nicht ferne scheint. Vorbei sind die Tage, als die Jungs nur durch Coverversionen auf sich aufmerksam machten - auf dieser Langrille ist z.B. nur eine einzige zu finden, dazu gleich mehr. Zunächst mal die Feststellung, dass die insgesamt elf Stücke auf dieser Scheibe aller erste Klasse sind und sich hinter keiner Metallkombo dieses Planeten verstecken muss. Fast ausschließlich aus der Feder von Eicca Toppinen geflossen, krachen die Nummern derartig, dass man sich immer wieder fragt, wie dieser Sound nur auf Cello zu erzeugen ist. Schwer, heavy, groovig, natürlich immens unterstützt vom lobenswerterweise nun fest integrierten Schlagzeug.
"Worlds Collide" und "Grace" eröffnen den Reigen würdig als beste Songs des Albums, dann folgt mit "I'm Not Jesus" der erste Gastbeitrag eines Sängers: Corey Taylor von Slipknot wirft sich in die Bresche und zeigt, dass er nicht nur als Aushilfe bei Anthrax eine gute Figur machen würde. Nach "Ion" zünden die vier dann mit "Helden" eine absolut gelungene Version des David Bowie-Gassenhauers "Heroes", tatkräftig unterstützt von den Rrrrammstein-Rrrecken Till Lindemann und Richard Z. Kruspe, der in die (elektrischen Gitarren)-Saiten greift. Bei "Last Hope" rührt dann niemand anders als Dave Lombardo die Kessel, bevor "I Don't Care" mit Adam Gontier von Three Days Grace extrem eingängigen, aber immer griffigen und schmissigen Radio-Rock liefert. Nach dem Heizer "Burn" folgt dann eine Zusammenarbeit mit Lacuna Coil-Frontgrazie Cristina Scabbia (die sich als Gastsängerin irgendwie immer besser macht als zu Hause, siehe Megadeth): "S.O.S. (Anything But Love)" bietet bestes HIM-Feeling mit exzellenten Vocals und ist einer der Geheimtipps.
Das etwas ruppige "Grace" setzt den Schlusspunkt auf eine großartige Scheibe, die einmal mehr zeigt, wie gut Gastsänger und Schlagzeug dem Apocalyptica-Sound (den manch einer ja als kurzlebiges Phänomen gesehen haben mag) getan haben. Reife Leistung, volle Haltungswertung, wir freuen uns auf die Konzerte!

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6 von 6 Punkten

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